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9 Min. Lesezeit

Active Sourcing passiver Kandidaten auf LinkedIn: so erhalten Sie mehr Antworten

Active Sourcing auf LinkedIn: Persönliche Kontaktanfragen, starke InMails und smarte Follow-ups bringen mehr Antworten von passiven Kandidaten.

Recruiter kontaktiert passive Kandidaten per Active Sourcing auf LinkedIn
Das Wichtigste

Die Gewinnung latent suchender Kandidaten erfordert Beziehungsaufbau. Der Fokus liegt auf dem Kennenlernen statt auf dem Einreichen eines Lebenslaufs.

75%ist latent suchend
3-4Sätze pro Eröffnungsnachricht
1niedrigschwellige Frage
50%mehr Nachverfolgung

Passive Kandidaten reagieren selten auf Stellenanzeigen, sind aber oft offen für die richtige Nachricht. Deshalb funktioniert eine persönliche, gezielte Ansprache auf LinkedIn häufig besser als generisches Stellenmarketing. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie wirkungsvolle Nachrichten schreiben, welche cleveren nächsten Schritte es gibt und wie Segmentierung und Tools Ihnen helfen, schneller und einheitlicher im Team zu arbeiten. So erhöhen Sie die Chance auf eine gute Antwort, ohne Ihren eigenen Ton zu verlieren.

  • Passive Kandidaten suchen meist nicht aktiv, sind aber neugierig auf relevante Chancen.
  • Über LinkedIn können Sie Menschen gezielt ansprechen, basierend auf Rolle, Erfahrung oder einem gemeinsamen Thema.
  • Kurze, persönliche Kontaktanfragen funktionieren besser als ein direkter Pitch im ersten Satz.
  • InMails sind wirkungsvoller mit dem richtigen Kontext und Ton, ohne Druck oder die Bitte um einen Lebenslauf.
  • Clevere Follow-ups zeigen echtes Interesse und erhöhen häufig doch noch die Antwortquote.

Warum Active Sourcing passiver Kandidaten auf LinkedIn so wichtig ist

Passive Kandidaten sind Menschen, die offen für etwas Neues sind, sich aber nicht aktiv bewerben. In engen Arbeitsmärkten wie IT, Consulting oder Technik ist diese Gruppe oft deutlich größer als die kleine Gruppe aktiver Kandidaten. Sie verpassen also geeignete Talente, wenn Sie sich nur auf eine Stellenanzeige auf Ihrer Website oder einem Jobportal verlassen.

Beim Active Sourcing passiver Kandidaten geht es darum, Interesse zu wecken, statt sofort ein Angebot zu machen. Menschen wollen zuerst verstehen, warum Sie sie ausgewählt haben, was Sie zu bieten haben und dass Sie keinen Druck ausüben. LinkedIn ist dafür der logische Kanal. Hier sehen Sie Funktion, Branche, Ausbildung und gemeinsame Kontakte einer Person. So können Sie über LinkedIn gezielt mit Nachrichten ansprechen, die zur Person passen und nicht nur zur Stelle.

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Active Sourcing passiver Kandidaten beginnt mit einer klaren Strategie

Bevor Sie jemandem eine Nachricht schicken, müssen Sie wissen, wen Sie suchen und wie Sie diese Person ansprechen. Das beginnt mit der Segmentierung. Ein Junior-Frontend-Entwickler lässt sich eher mit Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten begeistern, während ein erfahrener Consultant eher auf Autonomie, gesellschaftliche Wirkung oder inhaltliche Herausforderungen anspricht. Der Inhalt Ihrer Nachricht ändert sich also je nach Zielgruppe. Auch der Grad der Knappheit spielt eine Rolle. Bei schwer zu besetzenden Stellen ist es wichtiger, schon früher Kontakt aufzunehmen, auch wenn jemand noch nicht aktiv sucht.

Der Ton sollte zu Ihrem Employer Branding passen. Damit meinen wir, wie sich Ihre Organisation als Arbeitgeber in Nachrichten präsentiert. Konsistenz hilft dabei. Innerhalb von Agenturteams ist es sinnvoll, Absprachen über Stil und Ton zu treffen, damit die gesamte Teamkommunikation wiedererkennbar bleibt. Das ist besonders wichtig im Alltag von Personalvermittlungen, wo Geschwindigkeit und Qualität zusammenkommen.

Die Phase vor dem Versenden einer Nachricht heißt Talent-Sourcing: die gezielte Suche nach den richtigen Menschen anhand von Rolle, Erfahrung und Branche. Das macht Ihre Vorbereitung stärker und das Schreiben einfacher. Gute Informationen erhöhen Ihre Chance, mit einem relevanten Aufhänger anzukommen. Das macht den Unterschied bei Ihrem ersten Kontakt.

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Active Sourcing passiver Kandidaten über Kontaktanfragen auf LinkedIn

Eine Kontaktanfrage ist eine kurze Einladung zur Vernetzung, mit dem Ziel, dass jemand auf "Annehmen" klickt. Erst danach können Sie eine ausführlichere Nachricht senden, oder Sie entscheiden sich direkt für eine InMail. In beiden Fällen gilt: Je relevanter Ihre Nachricht, desto größer die Chance auf eine Antwort.

Ein guter Text für eine Kontaktanfrage erfüllt drei Grundprinzipien:

  • Kurz: maximal 300 Zeichen und idealerweise 1 bis 2 Sätze.
  • Konkret: Sie schreiben, warum Sie sich mit dieser Person vernetzen möchten, mit einem klaren Aufhänger (zum Beispiel einem Projekt oder einer Branche).
  • Neutral: Sie erwähnen in dieser ersten Nachricht keine Vakanz oder Position.

Gutes Beispiel: „Hallo Anna, ich habe Ihre Arbeit rund um Supply Chain bei [Unternehmen] gesehen. Das passt gut zu dem, was ich aus dem Recruiting verfolge, ich vernetze mich gerne mit Ihnen.“

Weniger gutes Beispiel: „Hallo Anna, wir suchen jemanden wie Sie für verantwortungsvolle Positionen in der Logistik. Darf ich Sie dazu anrufen?“

Achten Sie darauf, dass Ihre Einladung zum Kontakt anregt und nicht direkt zum Verkaufen gedacht ist. In diesem Moment wollen Sie vor allem eine Brücke bauen. Unser Tool unterstützt Sie beim Erstellen persönlicher Kontaktanfragen. Sie wählen aus Vorschlägen basierend auf Stil und Branche und passen diese vor dem Versenden immer selbst an.

Tipp: Mit Elvatix holen Sie mehr aus jedem InMail-Guthaben: mehr Rückmeldungen bei geringeren Kosten pro Kontakt.

So funktioniert es
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Active Sourcing passiver Kandidaten mit starken InMails und persönlichem Outreach

Manchmal ist es besser, direkt eine InMail zu senden. Das tun Sie zum Beispiel, wenn Sie bereits sicher sind, dass jemand zur Position oder zum Auftraggeber passt, oder wenn Sie wenig Zeit haben, um zu warten, bis jemand Ihre Kontaktanfrage annimmt. Richten Sie Ihre InMail dann auf ein niedrigschwelliges Gespräch aus, nicht direkt auf eine Vermittlung.

Nutzen Sie diesen Aufbau für eine gute InMail:

  • Beginnen Sie mit dem, was Ihnen im Profil aufgefallen ist (Projekt, Rolle, Veröffentlichung).
  • Erklären Sie kurz, warum Sie gerade diese Person ansprechen.
  • Machen Sie einen einfachen Vorschlag: ein Orientierungsgespräch, ein Kennenlernen oder ein kurzer Austausch.
  • Schließen Sie mit einer offenen Frage, ohne Druck, Pitch oder die Bitte um einen Lebenslauf.

InMail-Beispiel: „Hallo Jeroen, Ihr Engagement für urbane Mobilität ist mir aufgefallen. Ich spreche für ein Scale-up, das gerade auf intelligente Verkehrsdaten umsteigt. Hätten Sie Lust, darüber zu telefonieren? Ganz unverbindlich, einfach zum Kennenlernen.“

Persönlicher Outreach erhöht die Chance auf eine Antwort erheblich. Menschen spüren schnell, ob Sie sie wirklich wahrgenommen haben. Vermeiden Sie also Allgemeinplätze, übertriebene Komplimente oder eine zu lange Erklärung der Vakanz. Ein gutes InMail-Beispiel zeigt, dass weniger Text oft mehr Wirkung hat. Menschen antworten eher, wenn die Botschaft persönlich und klar ist.

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Active Sourcing passiver Kandidaten mit smarten Follow-ups und dem richtigen Timing

Viele Recruiter geben zu schnell auf, wenn eine Antwort ausbleibt. Doch nichts zu hören bedeutet oft einfach „keine Zeit gehabt“ oder „kurz vergessen“. Ein oder zwei zusätzliche Nachrichten sind dann völlig normal, solange Sie freundlich und inhaltlich bleiben. Der Ton Ihrer Follow-up-Nachricht als Recruiter sollte sich von Ihrer ersten Nachricht unterscheiden. Fügen Sie etwas hinzu oder wählen Sie einen anderen Blickwinkel.

Beispiele für gute Follow-ups:

„Hallo Mark, nur eine kurze Erinnerung. Falls es nicht passt oder gerade kein guter Zeitpunkt ist, völlig in Ordnung. Wenn Sie irgendwann über Chancen im Bereich Life Sciences sprechen möchten, höre ich gerne von Ihnen.“

„Hallo Kelly, ich bin nächste Woche bei einem Kunden in Ihrem Bereich in Hamburg. Ein unverbindlicher Kaffee ist jederzeit möglich, falls Sie Interesse an unserer Welt haben.“

Lassen Sie bei Follow-ups mindestens drei Tage zwischen den Nachrichten liegen. So wirkt es nicht aufdringlich. Versenden Sie nie alles an einem Tag. So vermeiden Sie zudem, an die Limits von LinkedIn zu stoßen. Kluges, verteiltes Arbeiten sorgt für mehr Sichtbarkeit, ohne wie Spam zu wirken. Das kommt der Candidate Experience zugute.

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Active Sourcing passiver Kandidaten im großen Maßstab: Limits, DSGVO und messbare Ergebnisse

Bei Outreach in größerem Umfang spielt das Volumen eine Rolle. LinkedIn begrenzt, wie viele Kontaktanfragen und InMails Sie pro Woche versenden dürfen. Das schützt Nutzer vor Spam und zwingt Recruiter dazu, auf Qualität zu setzen. Deshalb ist es sinnvoll, Recruitment Automation nur dort einzusetzen, wo sie wirklich hilft: zum Beispiel bei der Wiederverwendung von Formulierungen oder der Planung von Nachrichten, ohne dabei den menschlichen Ton zu verlieren.

Achten Sie außerdem gut auf den Datenschutz. Laut DSGVO dürfen Sie Menschen ansprechen, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt. Das bedeutet, dass Sie klar über Ihren Zweck informieren, Daten nicht länger als nötig speichern und sofort stoppen, wenn jemand kein Interesse zeigt. Sorgfältige Kommunikation hilft, Vertrauen aufzubauen, gerade bei passiven Kandidaten.

Möchten Sie wissen, was funktioniert? Messen Sie dann diese drei Dinge:

  • Wie viele Kontaktanfragen angenommen werden.
  • Wie viele InMails eine Antwort bringen.
  • Wie viel Zeit Sie durchschnittlich pro Nachricht benötigen.

Mit kleinen Anpassungen können Sie diese Zahlen bereits positiv beeinflussen. Sehen Sie sich das Praxisbeispiel für Zeitersparnis und bessere Nachrichten an, um zu sehen, wie andere Recruiter das angehen.

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So unterstützt unser Co-Pilot in LinkedIn beim Active Sourcing passiver Kandidaten

Wir bieten einen intelligenten Co-Piloten innerhalb von LinkedIn Recruiter (Lite und Seat). Damit erhalten Sie persönlich abgestimmte Textvorschläge für Kontaktanfragen und InMails. Sie wählen pro Suche 25 Profile aus. Anschließend erhalten Sie pro Profil einen konkreten Textvorschlag, den Sie vor dem Versenden immer anpassen können.

Die Vorteile:

  • Sie behalten die volle Kontrolle über Inhalt, Ton und Timing.
  • Sie sparen Zeit, weil Sie sich nicht jedes Mal neu Gedanken über Eröffnungssätze machen müssen.
  • Innerhalb eines Recruiting-Teams stimmen Sie sich leichter auf gemeinsame Formate und einen einheitlichen Stil ab.

Diese Arbeitsweise passt zu Ihrer bisherigen Nutzung von LinkedIn Recruiter. Statt bei null anzufangen, bauen Sie auf Vorschlägen auf, die bereits gut passen. Mehr dazu finden Sie in unserer LinkedIn-Integration.

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Der nächste Schritt für Ihren LinkedIn-Outreach

Active Sourcing passiver Kandidaten funktioniert besser, wenn Sie Segmentierung, Ton und Timing gut aufeinander abstimmen. Starke Nachrichten sorgen für mehr Vernetzungen, bessere Antworten und letztlich für das Wachstum Ihrer Talent Pipeline. Kleine Verbesserungen im Inhalt Ihrer Nachrichten können bereits einen großen Unterschied für die Candidate Experience machen. Betrachten Sie Ihren Ansatz also kritisch.

  • Überarbeiten Sie einige Ihrer Standardnachrichten mit den Tipps aus diesem Artikel.
  • Besprechen Sie im Team, wie Sie mit Ton, Follow-up und Planung umgehen.
  • Fangen Sie an zu messen. Achten Sie auf Antwortquoten, Zeit pro Nachricht und welche Aufhänger funktionieren.

Haben Sie Fragen zu Stil, Segmentierung oder wie unser Co-Pilot Ihnen helfen kann? Nehmen Sie Kontakt auf. Wir denken gerne mit Ihnen mit, wie persönlicher Outreach in Ihrer LinkedIn-Strategie schneller und wirkungsvoller werden kann.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Kontaktanfrage und einer InMail?

Eine Kontaktanfrage ist eine kurze Einladung, sich mit jemandem zu vernetzen. Das Ziel ist, dass die andere Person Sie als Kontakt hinzufügt. Danach können Sie ausführlicher Kontakt aufnehmen. Eine InMail ist eine direkte Nachricht an jemanden, mit dem Sie noch nicht vernetzt sind. Diese nutzen Sie, wenn Sie schneller eine Antwort möchten oder wenn eine Kontaktanfrage unbeantwortet bleibt.

Wie oft dürfen Sie jemanden auf LinkedIn nachfassen?

Es ist üblich, ein oder zwei Follow-up-Nachrichten zu senden, mit jeweils mindestens drei Tagen Abstand. Achten Sie darauf, dass jede Follow-up-Nachricht etwas Neues hinzufügt, und respektieren Sie es, wenn jemand nicht antwortet oder ablehnt.

Was ist eine gute Annahmequote für Kontaktanfragen?

Ein Wert zwischen 30 und 50 Prozent ist normal. Über 50 Prozent bedeutet häufig, dass Sie gut segmentiert und eine relevante, persönliche Einladung versendet haben.

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