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8 Min. Lesezeit

ATS auswählen 2026: 12 Auswahlkriterien für Recruiting-Teams

ATS auswählen 2026 verlangt klare Kriterien. Entdecken Sie 12 Auswahlkriterien, Demo-Fragen und Tipps zu DSGVO, EU AI Act, Integrationen und Implementierung.

Recruiting-Team wählt 2026 ein ATS anhand von 12 Auswahlkriterien aus
Das Wichtigste

Die Wahl eines ATS im Jahr 2026 ist eine strategische Entscheidung, bei der die Einhaltung des EU AI Act und der NEN-4400-Norm im Mittelpunkt steht. Der Erfolg hängt von einem strukturierten Prozess mit zwölf festen Kriterien und einer realistischen Demo ab.

12 KriterienNutzen Sie feste Auswahlkriterien, um ATS-Systeme objektiv zu vergleichen.
EU AI ActMachen Sie automatisierte Entscheidungen und KI-Matching im Recruiting-Prozess transparent und nachvollziehbar.
BranchenprüfungenAutomatisieren Sie externe Registerprüfungen wie Berufszulassungen im Gesundheits- und Bildungswesen.
NEN 4400Sorgen Sie für eine lückenlose Audit-Trail durch protokollierte Systemänderungen.

Ein ATS in 2026 auswählen tun Sie, indem Sie zuerst Ihren Prozess scharf herausarbeiten, dann Systeme anhand fester Kriterien vergleichen und bei Demos jeweils dieselben Fragen stellen. So vermeiden Sie Fehler rund um Compliance, Integrationen und die tägliche Nutzung. Dieser Artikel führt Sie Schritt für Schritt mit konkreten Kriterien und Fragen, damit Sie eine wohlüberlegte Wahl treffen.

  • Beginnen Sie mit Ihrem aktuellen Recruiting-Prozess und bestimmen Sie, wo Verzögerungen oder Fehler entstehen
  • Nutzen Sie 12 feste ATS-Auswahlkriterien, um Systeme fair miteinander zu vergleichen
  • Achten Sie besonders auf Rechtsvorgaben wie die DSGVO, branchenspezifische Zertifizierungen und den EU AI Act
  • Testen Sie immer mit einem realistischen Demo-Fall aus Ihrer eigenen Praxis

Warum ein ATS in 2026 auswählen komplexer geworden ist

Ein ATS in 2026 auszuwählen ist komplexer geworden, weil Recruiting-Software heutzutage viel mehr betrifft als nur Vakanzen und Kandidaten. Systeme verarbeiten personenbezogene Daten, unterstützen die Vertragsverwaltung und steuern komplette Prozesse. Deshalb spielen DSGVO-konforme Recruiting-Software, der EU AI Act für ATS-Systeme und branchenspezifische Zertifizierungen im Recruiting eine große Rolle bei Ihrer endgültigen Wahl.

Zudem arbeiten Systeme selten vollständig für sich allein. Verknüpfungen mit HR-Systemen, etwa SAP SuccessFactors oder Personio, sind oft notwendig. Dadurch wirkt sich Ihre Wahl direkt auf Finance, HR und IT aus. Passt das untereinander nicht gut zusammen, entsteht manuelle Arbeit, oder es schleichen sich Fehler in die Daten ein. Deshalb ist ein ATS in 2026 auszuwählen eine strategische Entscheidung und längst keine einfache Toolwahl mehr.

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Ein ATS in 2026 auswählen beginnt mit einem strukturierten Auswahlprozess

Ein guter Ansatz beginnt mit Einblick. Erfassen Sie Ihren aktuellen Prozess und schauen Sie genau, wo es hakt. Denken Sie dabei an doppelte Eingaben, lange Durchlaufzeiten oder unklare Kommunikation mit Kandidaten. Dieser Einblick bildet die Grundlage für Ihre ATS-Auswahlkriterien.

Beziehen Sie verschiedene Teams in den Prozess ein, etwa HR, Recruiting, IT und Finance. Jeder achtet nämlich auf andere Risiken. Nutzen Sie anschließend einen festen Demo-Fall bei allen Anbietern. Stellen Sie überall dieselben Fragen und bewerten Sie die Antworten auf vergleichbare Weise. Das macht die Unterschiede zwischen den Anbietern sichtbar und verhindert, dass Sie rein aus dem Bauch heraus wählen.

Fragen Sie zudem immer genau nach der ATS-Implementierung. Wie lange dauert dieser Prozess, was müssen Sie selbst übernehmen, und wie sieht die Unterstützung aus? Das bestimmt zu einem großen Teil, ob ein System später auch wirklich erfolgreich innerhalb Ihrer Organisation funktioniert.

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Die 12 wichtigsten Kriterien beim Auswählen eines ATS in 2026

1. DSGVO und Datenverwaltung

DSGVO-konforme Recruiting-Software verlangt klare Kontrolle über Ihre Daten. Sie müssen genau wissen, wo Daten gespeichert sind, wie lange Sie diese aufbewahren und wer Zugriff darauf hat. Eine gute Protokollierung ist zudem essenziell, um Aktionen im Nachhinein nachvollziehen zu können.

Demo-Frage: Wie stellt ihr DSGVO-Konformität sicher, und wo werden die Daten gespeichert?

2. KI und Rechtsvorgaben

KI wird zunehmend für Matching und intelligente Empfehlungen eingesetzt. Laut dem EU AI Act müssen Sie bei einem ATS erklären können, wie diese automatisierten Entscheidungen genau zustande kommen. Einsicht und Anpassbarkeit sind hierbei also entscheidend.

Demo-Frage: Wie macht ihr KI-Entscheidungen transparent und überprüfbar?

3. Identitätsprüfung und personenbezogene Daten

Sensible Daten, etwa eine Sozialversicherungsnummer, erfordern besonders strenge Sicherheitsmaßnahmen. Berechtigungen müssen wasserdicht eingerichtet sein, sodass ausschließlich befugte Personen Zugang zu diesen Informationen haben.

Demo-Frage: Wie schützt ihr diese Art sensibler personenbezogener Daten?

4. Branchenchecks

In Branchen wie dem Gesundheitswesen und der Bildung sind zusätzliche Kontrollen erforderlich, etwa berufliche Registrierungen. Nicht jedes ATS unterstützt diese spezifische Funktionalität standardmäßig.

Demo-Frage: Welche externen Registrierungen lassen sich automatisch prüfen?

5. Zertifizierungen und Protokollierung

Für Personaldienstleister sind branchenspezifische Zertifizierungsnachweise oft eine harte Anforderung. Sie müssen lückenlos nachweisen können, was im System geändert wurde und von wem. Das erfordert einen vollständigen und geschlossenen Audit Trail.

Demo-Frage: Wie funktioniert die Protokollierung, und können wir das direkt für Audits nutzen?

6. Tarifvertrags- und Vertragsverwaltung

Entscheiden Sie sich für ein ATS mit Unterstützung für Tarifverträge von Personaldienstleistern, muss das System Phasen, Vergütungen und Vertragsformen fehlerfrei verarbeiten. Fehler in diesem Bereich führen nämlich direkt zu finanziellen Risiken für die Organisation.

Demo-Frage: Wie unterstützt das System Tarifregeln in der täglichen Praxis?

7. Risiko bei Solo-Selbstständigen

Die Rechtslage rund um Solo-Selbstständige ändert sich rasant. Ein gutes ATS hilft Ihnen, indem es Risiken frühzeitig erkennt, basierend auf den erfassten Aufträgen und Verträgen.

Demo-Frage: Wie hilft das System konkret dabei, Risiken bei Solo-Selbstständigen zu erkennen?

8. Multiposting

Vakanzen müssen schnell über verschiedene Kanäle sichtbar sein. Prüfen Sie deshalb genau, welche Jobbörsen standardmäßig verknüpft sind und wie die Ergebnisse gemessen werden.

Demo-Frage: Welche Recruiting-Kanäle sind standardmäßig integriert?

9. Integrationen mit HR-Systemen

Starke ATS-Integrationen mit SAP SuccessFactors, Personio und ähnlichen Systemen sorgen für deutlich weniger manuelle Arbeit. Native Verknüpfungen sind dabei oft deutlich stabiler als das Arbeiten mit manuellen Exporten.

Demo-Frage: Wie funktionieren die Integrationen, und wie oft synchronisieren sich die Daten?

10. Assessments und Video

Externe Tools für Assessments und Video-Interviews müssen nahtlos an Ihr System anschließen. Die Ergebnisse sollten direkt und automatisch im jeweiligen Kandidatenprofil sichtbar sein.

Demo-Frage: Wie werden Assessmentergebnisse genau verknüpft?

11. Candidate Experience

Die Candidate Experience innerhalb Ihres ATS bestimmt, wie Bewerbende Ihren Recruiting-Prozess erleben. Denken Sie an die Einfachheit mobiler Bewerbungen, klare Kommunikation und möglichst kurze Durchlaufzeiten.

Demo-Frage: Wie sieht die Candidate Journey aus, von der ersten Bewerbung bis zur endgültigen Entscheidung?

12. Datenmigration und Implementierung

Ein Wechsel zu neuer Software erfordert gründliche Vorbereitung. Alte Daten müssen sorgfältig bereinigt und kritisch bewertet werden. Eine gute Begleitung während der Migration ist dabei unverzichtbar.

Demo-Frage: Wie begleitet ihr die Datenmigration und die endgültige Implementierung?

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So funktioniert es
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Ein ATS in 2026 auswählen je nach Art der Organisation

Die richtige Wahl hängt stark von Ihrer Art der Organisation ab. Corporate-Teams steuern in der Regel auf reibungslose Zusammenarbeit mit Hiring Managern und umfassende Reportings. In unserem Artikel darüber, wie Corporate Recruiter das angehen, lesen Sie, wie Prozesse und Systeme erfolgreich zusammenkommen.

Personaldienstleister und Zeitarbeitsunternehmen konzentrieren sich dagegen auf Geschwindigkeit, erfolgreiche Platzierungen und Marge. Hier spielen branchenspezifische Zertifizierungen und Tarifregeln wiederum eine größere Rolle. Bei diesen Anbietern ist CRM-Funktionalität oft ein entscheidender Bestandteil des ATS.

KMU-Organisationen suchen vor allem Einfachheit. Eine schnelle Implementierung und übersichtliche Kosten sind hier oft wichtiger als komplexe Individualoptionen. Die Gewichtung der verschiedenen Kriterien unterscheidet sich also erheblich je nach Organisation.

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Wo ein ATS aufhört beim Auswählen eines ATS in 2026

Ein ATS verwaltet in erster Linie die Kandidaten und die dahinterliegenden Recruiting-Prozesse. Für persönliche Outreach nutzen Teams in der Regel zusätzliche Tools. Mit unserem Modul, um persönliche LinkedIn-Nachrichten schneller zu erstellen, unterstützen wir gezielte Kommunikation, ohne dass dies das ATS ersetzt.

Deshalb ist es wichtig, vorab klar festzulegen, was Sie innerhalb des ATS lösen und was außerhalb davon liegt. Indem Sie Tools und Arbeitsweisen vergleichen, bekommen Sie einen klaren Einblick, wie die verschiedenen Lösungen optimal innerhalb Ihres Recruiting-Prozesses zusammenarbeiten.

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Häufige Fehler beim Auswählen eines ATS in 2026

Viele Teams starren sich blind auf die gebotenen Funktionen und schauen zu wenig auf ihren eigenen Prozess. Dadurch passen angeschaffte Systeme in der Praxis doch nicht gut. KI wird manchmal blind eingesetzt, ohne wirklichen Einblick in die getroffenen Entscheidungen zu haben, was die nötigen Risiken mit sich bringt. Zudem erhält die Datenmigration oft zu wenig Aufmerksamkeit, wodurch alte Fehler unbedacht in die neue Umgebung übernommen werden. Auch die Akzeptanz durch die Nutzer wird regelmäßig unterschätzt, während diese letztlich bestimmt, ob ein System tatsächlich erfolgreich genutzt wird.

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Praktische Checkliste beim Auswählen eines ATS in 2026

Nutzen Sie diese praktische Checkliste bei Anbieterdemos und geben Sie jedem Bestandteil eine objektive Bewertung. So machen Sie die Unterschiede zwischen Systemen direkt sichtbar und können sie besser miteinander vergleichen.

  • DSGVO und Datenverwaltung
  • KI-Transparenz
  • Personenbezogene Daten und Sicherheit
  • Branchenchecks
  • Protokollierung und Compliance
  • Unterstützung für Tarifverträge
  • Risiko bei Solo-Selbstständigen
  • Multiposting
  • Integrationen
  • Assessments
  • Candidate Experience
  • Datenmigration und Implementierung

Notieren Sie pro Anbieter sorgfältig Ihre Erkenntnisse. Möchten Sie das lieber gemeinsam durchgehen? Dann können Sie Ihre Situation rund um die ATS-Wahl besprechen, um gemeinsam zu bestimmen, was am besten zu Ihrer Organisation passt.

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Von der Auswahl zur täglichen Nutzung

Nach der endgültigen Entscheidung beginnt erst die eigentliche Arbeit. Schulen Sie Ihre Recruiter und Hiring Manager, sodass alle exakt denselben Prozess befolgen. Legen Sie klare Arbeitsanweisungen fest und messen Sie nach einigen Monaten, ob die angestrebten Ziele auch tatsächlich erreicht werden. In unseren Praxisbeispielen aus Recruiting-Teams sehen Sie genau, wie andere Teams ihren Ansatz auf Basis gesammelter Erfahrungen erfolgreich verbessern.

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Häufige Fragen

Im Durchschnitt nimmt dieser Prozess etwa vier bis zwölf Wochen in Anspruch. Das hängt stark von der Anzahl der beteiligten Stakeholder, der Menge an Demos und der Komplexität Ihrer Organisation ab.

Die Kosten unterscheiden sich erheblich je nach Anbieter und hängen von der Größe Ihres Unternehmens ab. Denken Sie an einen festen Monatsbetrag pro Nutzer oder pro aktiver Vakanz. Die Implementierungskosten kommen hier in der Regel noch separat hinzu.

Nein, das ist keineswegs verpflichtend, wird aber zunehmend üblich. Wichtig ist vor allem, dass Sie genau verstehen, wie die eingebaute KI funktioniert, und dass Sie stets die Kontrolle über die endgültigen Entscheidungen behalten.

Wenn Ihr Team mit viel manueller Arbeit zu tun hat, Prozesse nicht mehr gut zusammenpassen oder Compliance-Risiken entstehen. Das sind klare Signale, dass Ihr aktuelles System schlicht nicht mehr zu Ihren Ambitionen passt.

Mangelnde Akzeptanz. Wenn die Nutzer das System nicht gut verstehen oder nicht gerne damit arbeiten, bringt es der Organisation keinen Wert. Deshalb sind umfassende Schulungen und klare, praktikable Prozesse absolut essenziell.

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