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8 Min. Lesezeit

Was bedeuten 1., 2., 3. Grad bei LinkedIn, und wie nutzen Sie diese Netzwerkgrade fürs Recruiting

Was bedeutet 1., 2. und 3. Grad bei LinkedIn? So funktionieren Netzwerkgrade, und so sprechen Sie als Recruiter jeden Kontakttyp persönlich und wirksam an.

Was bedeutet 1., 2., 3. Grad bei LinkedIn?
Das Wichtigste

Der Verbindungsgrad bestimmt Ihre Ansprache. 1. Grad ist warm (DM). 2./3. Grad braucht eine Kontaktanfrage mit Netzwerkkontext oder eine InMail.

1edirekte Nachricht
2emöglich über gemeinsame Kontakte
3ePremium/InMail nötig
50%+höhere Annahmequote bei 2. Grad

Die Angaben 1., 2., 3. und 3.+ bei LinkedIn zeigen, wie jemand mit Ihnen verbunden ist. Ein Kontakt ersten Grades ist direkt mit Ihnen verbunden, ein Kontakt zweiten Grades gehört über einen gemeinsamen Kontakt zu Ihrem Netzwerk, und ein Kontakt dritten Grades oder 3.+ liegt weiter entfernt im Netzwerk. Diese Netzwerkgrade bestimmen, was Sie sehen können und welche Kontaktoptionen Sie haben, besonders wenn Sie Kandidatinnen und Kandidaten über LinkedIn ansprechen möchten.

Für Recruiter ist das essenziell. Es zeigt, ob Sie jemandem einfach so eine Nachricht senden können oder ob Sie zunächst eine Kontaktanfrage oder InMail benötigen. In diesem Artikel erklären wir genau, was die Netzwerkgrade bedeuten und wie Sie sie klug nutzen.

  • Einem Kontakt ersten Grades bei LinkedIn können Sie direkt schreiben, ohne Einladung.
  • Kontakte zweiten Grades sprechen Sie mit einer persönlichen Kontaktanfrage an oder über einen gemeinsamen Kontakt.
  • Kontakte dritten Grades und 3.+-Kontakte erfordern oft eine InMail oder eine gute Vorstellung.
  • Der Netzwerkgrad hilft Ihnen, den richtigen Ton, die richtige Länge und den richtigen Kanal für Ihre Nachricht zu wählen.
  • Mit einer kurzen, persönlichen Nachricht erhöhen Sie die Chance auf Annahme oder eine Antwort.

Was bedeuten 1., 2. und 3. Grad bei LinkedIn für Ihre Netzwerkstruktur?

LinkedIn arbeitet mit Netzwerkgraden. Diese zeigen, wie nah jemand im Netzwerk bei Ihnen steht. Das sagt nichts über den fachlichen Wert einer Person aus, wohl aber darüber, welche Kontaktmöglichkeiten Sie haben.

Nachfolgend sehen Sie auf einen Blick, wie die Grade funktionieren:

  • Grad: Grad
  • Bedeutung: Bedeutung
  • Beispiel aus der Praxis: Beispiel aus der Praxis
  • 1. Grad: Sie sind direkt verbunden, Sie haben diese Person als Kontakt
  • 2. Grad: Verbunden über Ihren Kontakt, Sie kennen beide dieselbe Person direkt
  • 3. Grad: Verbunden über zwei Zwischenschritte, über Ecken verbunden, keine direkte Verbindung
  • 3.+: Außerhalb der Reichweite Ihres Netzwerks, eingeschränkt sichtbar, oft nur Name ohne Details

Das nennen wir auch die Netzwerkgrade bei LinkedIn. Sie beeinflussen, wie viele Profilinformationen Sie sehen können und welche Schaltflächen verfügbar sind, etwa „Nachricht“, „Vernetzen“ oder „InMail senden“.

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Was bedeuten 1., 2. und 3. Grad bei LinkedIn, wenn Sie Kandidatinnen und Kandidaten ansprechen?

Wenn Sie Kandidatinnen und Kandidaten über LinkedIn ansprechen, lohnt sich ein Blick auf den Netzwerkgrad. Er zeigt nicht nur, wie groß die Distanz ist, sondern auch, wie „warm“ sich der Kontakt für die empfangende Person anfühlt. Damit legen Sie fest, ob Sie direkt schreiben können, eine Einladung senden müssen oder eine InMail außerhalb Ihres Netzwerks benötigen.

Einem Kontakt ersten Grades können Sie sofort schreiben. Diese direkte Option haben Sie sowohl bei kostenlosen Konten als auch in LinkedIn Recruiter. Bei Kontakten zweiten und dritten Grades müssen Sie in der kostenlosen Version meist zuerst eine Kontaktanfrage senden.

Arbeiten Sie mit LinkedIn Recruiter? Dann erreichen Sie auch außerhalb Ihres Netzwerks jemanden per InMail. Das ist praktisch, wenn Ihre Zielgruppe nicht zu Ihren direkten Kontakten zählt.

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Was bedeuten 1., 2. und 3. Grad bei LinkedIn für die Art, wie Sie Kontakte ersten Grades ansprechen?

Ein Kontakt ersten Grades bei LinkedIn bedeutet, dass Sie sofort schreiben können. Das senkt die Hürde, aber eine gute Nachricht bleibt trotzdem wichtig. Halten Sie sie kurz und klar, auch wenn Sie jemanden bereits direkt ansprechen können. Benennen Sie kurz, woher Sie sich kennen oder warum Sie etwas teilen möchten.

Für Recruiter funktioniert dieser Aufbau meist gut:

  • Aufhänger: ein wiedererkennbarer Punkt, etwa „wir haben beide bei [Unternehmen] gearbeitet“ oder „schön, dass wir schon in Kontakt sind“.
  • Grund: warum Sie gerade jetzt eine Nachricht senden.
  • Frage: ein kurzer, klarer nächster Schritt, etwa ein Telefontermin oder die Frage, ob jemand offen dafür ist.

Beispiel:

„Hallo [Name], schön, dass wir über [Unternehmen] schon vernetzt sind. Ich sehe, dass Sie Erfahrung im Bereich [Branche] haben. Hätten Sie diese Woche kurz Zeit, über eine interessante Möglichkeit zu sprechen?“

Bauen Sie das persönlich auf, erhöhen Sie die Chance auf eine Antwort, ohne dass es sich wie ein Verkaufsgespräch anfühlt.

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Was bedeuten 1., 2. und 3. Grad bei LinkedIn, wenn Sie Kontakte zweiten Grades ansprechen möchten?

Ein Kontakt zweiten Grades bei LinkedIn bedeutet, dass Sie einen oder mehrere gemeinsame Kontakte teilen. Das macht die Sache etwas vertrauter als bei einer völlig unbekannten Person. Meist beginnen Sie hier mit einer Kontaktanfrage. Halten Sie die Einladungsnachricht kurz und relevant.

Beispiele:

„Hallo [Name], ich bin über [gemeinsamer Kontakt] auf Ihr Profil gestoßen. Lassen Sie uns doch vernetzen.“

Oder:

„Wir bewegen uns in einem ähnlichen Arbeitsfeld. Würde mich freuen, uns zu vernetzen.“

Sorgen Sie immer für Kontext. Nennen Sie zum Beispiel einen gemeinsamen Kontakt oder eine gemeinsame Branche. Weitere Tipps für kurze, relevante Kontaktanfragen finden Sie hier.

Sie können auch über einen Kontakt um eine Vorstellung bitten, aber das funktioniert nur, wenn Sie diesen Kontakt wirklich kennen. Eine kurze, höfliche Frage genügt dann:

„Hallo [Kontakt], ich habe gesehen, dass Sie mit [Person] verbunden sind. Ich glaube, unsere Wege kreuzen sich. Meinen Sie, eine kurze Vorstellung wäre sinnvoll?“

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Was bedeuten 1., 2. und 3. Grad bei LinkedIn für Kontakte dritten Grades und 3.+?

Ein Kontakt dritten Grades bei LinkedIn ist jemand, der noch weiter von Ihrem Netzwerk entfernt ist. Die Angabe 3.+ bei LinkedIn bedeutet, dass die Person außerhalb Ihrer sichtbaren Verbindungen liegt. Meist sehen Sie nur Name und Funktionstitel, es sei denn, jemand hat ein Open Profile oder nutzt zusätzliche Einstellungen.

Die Optionen bei dieser Gruppe sind:

  • Kurze Kontaktanfrage senden: Halten Sie sie locker und nennen Sie etwas Konkretes, etwa den Tätigkeitsbereich.
  • InMail außerhalb Ihres Netzwerks: Das geht mit LinkedIn Recruiter. Die Nachricht kommt dann allerdings „kälter“ an.
  • Nachricht über ein Open Profile bei LinkedIn senden: Manchmal können Sie kostenlos schreiben, wenn die andere Person das selbst so eingestellt hat.

Beispiel für eine InMail:

„Hallo [Name], Ihre Erfahrung im Bereich [Branche] ist mir aufgefallen. Arbeiten Sie noch mit [Tool/Unternehmen]? Ich höre gerne, ob Sie offen für ein kurzes Gespräch sind.“

Weitere Tipps finden Sie in unserer Erklärung zu persönlichen InMails innerhalb von LinkedIn Recruiter. Auch in diesem Praxisfall mit weniger Schreibzeit und mehr Gesprächen sehen Sie, wie Sie auch bei kälteren Kontakten Ergebnisse erzielen.

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Wie nutzen Sie Netzwerkgrade bei LinkedIn als „Ton-Regler“ in Ihren Nachrichten?

Der Netzwerkgrad hilft Ihnen, Ton, Länge und Inhalt Ihrer Nachricht anzupassen. Je weiter jemand im Netzwerk von Ihnen entfernt ist, desto vorsichtiger beginnen Sie. Der erste Eindruck zählt bei Kontakten zweiten oder dritten Grades besonders stark.

  • Bei Kontakten ersten Grades dürfen Sie direkt über Ihre Absicht sein. Fragen Sie ruhig nach einem Gespräch.
  • Bei Kontakten zweiten Grades beginnen Sie mit einer kurzen Einladung. Warten Sie die Annahme ab und geben Sie erst danach mehr Kontext.
  • Bei Kontakten dritten Grades oder 3.+ bleiben Sie offener. Fragen Sie nicht zu viel auf einmal, sondern laden Sie freundlich zum Kontakt ein.

Eine praktische Struktur für jede Nachricht:

  • Aufhänger: Was ist Ihre Gemeinsamkeit oder der Anlass?
  • Grund: warum Sie jetzt schreiben.
  • Frage: nur eine, und klar. Zum Beispiel „Sollen wir kurz telefonieren?“ oder „Ist die Position offen für ein Gespräch?“

Dieser Ansatz hält Ihre Nachrichten menschlich und respektvoll, mit größerer Chance auf eine Antwort.

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Praktische Beispiele, um Kandidatinnen und Kandidaten je nach Kontaktgrad über LinkedIn anzusprechen

Kontakt ersten Grades bei LinkedIn

Nachricht:
„Hallo [Name], ich sehe schöne Überschneidungen in unserem Hintergrund bei [Unternehmen]. Ich arbeite gerade an einer Rolle, die gut passen könnte. Haben Sie diese Woche kurz Zeit für einen Anruf?“

Kontakt zweiten Grades bei LinkedIn

Kontaktanfrage:
„Hallo [Name], schön, Ihr Profil über [gemeinsamer Kontakt] zu sehen. Vielleicht ein guter Moment, uns zu vernetzen.“

Nach der Annahme:
„Danke fürs Annehmen. Ich denke, eine Rolle im Bereich [Gebiet] passt gut zu Ihrem Hintergrund. Hätten Sie kurz Zeit, darüber zu sprechen?“

Kontakt dritten Grades oder 3.+ bei LinkedIn

InMail:
„Hallo [Name], ich bin auf Ihr Profil im Bereich [Fachgebiet] gestoßen. Wäre ein kurzes Kennenlernen eine Idee? Ich höre gerne von Ihnen.“

Diese Nachrichten bleiben knapp und relevant. Sie passen zur Distanz und lassen der anderen Person Raum, zu reagieren.

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Häufig gestellte Fragen dazu, was 1., 2. und 3. Grad bei LinkedIn bedeuten und wie Sie Kontakt aufnehmen

Wie mache ich aus einem Kontakt zweiten Grades einen Kontakt ersten Grades bei LinkedIn?

Besuchen Sie das Profil und klicken Sie auf „Vernetzen“. Fügen Sie einen kurzen persönlichen Grund hinzu, etwa einen gemeinsamen Kontakt oder eine Rolle.

Was ist der Vorteil eines Kontakts ersten Grades bei LinkedIn für Recruiter?

Sie können direkt kommunizieren, haben mehr Einblick ins Profil, und der weitere Kontakt verläuft schneller und einfacher.

Wann wähle ich eine InMail außerhalb meines Netzwerks statt einer Kontaktanfrage?

Bei schwerer erreichbaren Profilen oder wenn Sie ohne Wartezeit in Kontakt kommen möchten. Zum Beispiel bei Senior-Profis oder Personen außerhalb Ihres Netzwerks. Eine InMail funktioniert dann besser als eine Einladung.

Wie nutze ich gemeinsame Kontakte, ohne dass es gezwungen wirkt?

Nennen Sie einen gemeinsamen Kontakt nur, wenn Sie diese Person wirklich kennen. Ein Satz wie „Ich habe über [Name] Ihr Profil gesehen, das hat mich angesprochen“ reicht oft aus.

Wie erhöhe ich die Chance, dass meine Kontaktanfrage angenommen wird?

Senden Sie eine kurze, freundliche Nachricht. Nennen Sie etwas Gemeinsames und stellen Sie keine fordernde Frage. Halten Sie es informell.

Möchten Sie weiter darüber sprechen, wie Netzwerkgrade bei LinkedIn Ihnen bei besserem Outreach helfen können? Nehmen Sie Kontakt auf. Wir denken gerne mit über Ton, Ablauf oder Tools, die Sie unterstützen.

Passende Nachrichten je nach Verbindungsgrad?

Elvatix erkennt die feinen sprachlichen Nuancen. Ein Kontakt 2. Grades über eine gemeinsame Verbindung bekommt eine völlig andere Nachricht.