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15 Min. Lesezeit

Recruiting-Kampagne in 5 Schritten, vom Einstellungsziel zum ersten Gespräch

Praktischer Stufenplan für Ihre Recruiting-Kampagne: rechnen Sie vom Einstellungsziel zurück, wählen Sie Kanäle klug und steuern Sie wöchentlich nach.

Recruiter plant eine Recruiting-Kampagne in 5 Schritten am Whiteboard
Das Wichtigste

Eine erfolgreiche Recruiting-Kampagne beginnt beim Endziel und der Deadline. Durch Zurückrechnen mit eigenen Daten machen Sie die nötigen Schritte in Ihrem Recruiting-Funnel konkret und vorhersehbar.

5 SchritteVom Hiring-Ziel zum ersten Gespräch mit einem praktischen Stufenplan
3 ZieleUnterscheiden Sie zwischen Ihrem Hiring-Ziel, Aktivitätsziel und Kampagnenziel
WöchentlichMessen Sie jede Woche pro Funnel-Schritt, wo der Prozess stockt
Eigene ZahlenNutzen Sie historische Conversions für ein realistisches Bild Ihrer Recruiting-Kapazität

Eine Recruiting-Kampagne aufzusetzen funktioniert am besten, wenn Sie beim Endziel beginnen. Bestimmen Sie zunächst, wie viele Menschen Sie einstellen möchten und wann sie starten sollen. Rechnen Sie danach zurück auf Gespräche, Reaktionen und erste Kontakte. Wählen Sie erst danach Ihre Kanäle, die Botschaft und die Nachverfolgung. So wird ein Stufenplan für Ihre Recruiting-Kampagne praktisch, messbar und besser umsetzbar für vielbeschäftigte Recruiting-Teams. In diesem Artikel lesen Sie, wie Sie das Schritt für Schritt angehen.

  • Beginnen Sie mit der Anzahl der Einstellungen und der Deadline, da Sie sonst zu spät entdecken, dass das Volumen oder das Tempo nicht stimmt.
  • Rechnen Sie mit eigenen Zahlen zurück, damit Sie genau wissen, wie viele Gespräche, Reaktionen und erste Kontakte Sie wirklich brauchen.
  • Bestimmen Sie Ihre Zielgruppe scharf anhand der Rolle, Erfahrung, Region und Bedingungen, denn Knappheit verändert Ihre Route.
  • Messen Sie jede Woche pro Schritt in Ihrem Recruiting-Funnel, wo der Prozess stockt, damit Sie gezielt nachsteuern können.

Warum der Stufenplan für eine Recruiting-Kampagne bei Einstellungen und der Deadline beginnt

Viele Teams beginnen direkt mit einem Stellentext, einer Anzeige oder einer LinkedIn-Nachricht. Das fühlt sich logisch an, macht das Nachsteuern aber schwierig. Sie wissen dann nämlich noch nicht, wie viel Aktivität nötig ist und welche Route am besten zur Rolle passt. Deshalb beginnt ein guter Stufenplan für eine Recruiting-Kampagne bei der gewünschten Anzahl Einstellungen und dem Enddatum. Das gibt Richtung für Ihre Planung, Kapazität sowie Kanal- und Botschaftswahl.

Bestimmen Sie zuerst das Einstellungsziel

Legen Sie fest, wie viele Menschen Sie brauchen, für welche Rollen und welche Stellen Vorrang bekommen. Unterscheiden Sie dabei zwischen Funktionen, die sich ähneln, und Funktionen, die eine andere Herangehensweise verlangen. Eine breite kommerzielle Rolle verlangt oft eine andere Personalgewinnungskampagne als eine knappe, spezialisierte Funktion. Indem Sie dies vorab trennen, verhindern Sie, dass jede Stelle dieselbe Route durchläuft, während der Markt pro Zielgruppe unterschiedlich ist.

Legen Sie die Deadline fest

Ein Startdatum allein reicht nicht. Berücksichtigen Sie auch die Aufnahme, das Suchen, das Ansprechen, die Gespräche, die interne Abstimmung, Kündigungsfristen und eventuelle Verzögerungen. Dadurch muss eine erfolgreiche Recruiting-Kampagne oft früher starten, als Sie denken. Haben Sie dies vorab klar vor Augen, können Sie realistisch planen und verhindern, dass die Nachverfolgung unter Druck gerät.

Unterscheiden Sie drei Arten von Zielen

Arbeiten Sie mit drei Arten von Zielen. Das Einstellungsziel dreht sich um die Anzahl der Einstellungen. Das Aktivitätsziel betrifft das, was Sie wöchentlich tun müssen, wie Kandidaten ansprechen, nachverfolgen und Gespräche planen. Das Kampagnenziel richtet sich auf Signale unterwegs, wie relevante Reaktionen und eingeplante Gespräche. Wenn Sie diese Ziele klar auseinanderhalten, sehen Sie schneller, ob die Kampagne wirklich auf Kurs liegt.

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Schritt 1 im Stufenplan für Ihre Recruiting-Kampagne: rechnen Sie vom Endziel zurück

Die Basis eines starken Stufenplans für eine Recruiting-Kampagne ist das Zurückrechnen. Sie beginnen bei der gewünschten Anzahl Einstellungen und rechnen zurück auf Angebote, Gespräche, relevante Reaktionen und erste Kontakte. So machen Sie das Aufsetzen einer Recruiting-Kampagne ganz konkret. Sie sehen, wie viel Volumen nötig ist, und entdecken rechtzeitig, ob das Tempo zu niedrig liegt, um die Deadline zu erreichen.

Nutzen Sie Ihre eigenen historischen Konversionen

Schauen Sie auf frühere Stellen, die der aktuell offenen Rolle ähneln. Wie viele Gespräche ergeben in der Regel eine Einstellung? Und wie viele relevante Reaktionen sind für ein gutes Gespräch nötig? Ihre eigenen Zahlen sind deutlich wertvoller als allgemeine Marktdurchschnitte, da sich Recruiting-Prozesse pro Organisation in Geschwindigkeit, Auswahl und Zielgruppe unterscheiden.

Machen Sie eine einfache Rechnung

Dafür brauchen Sie kein kompliziertes Modell. Arbeiten Sie mit einer festen Linie: Einstellungen, Angebote, Gespräche, relevante Reaktionen und erste Kontakte. Notieren Sie pro Schritt das jeweilige Verhältnis. So sehen Sie schnell, ob der Engpass in der Reichweite, der Auswahl oder der Nachverfolgung liegt. Das macht die Schritte der Recruiting-Kampagne in der Praxis deutlich besser steuerbar.

  • Beispiel einer Rückrechnung: Einstellungsziel 2, Angebote 4, Gespräche 12, relevante Reaktionen 24, erste Kontakte 120.

Wo es oft schiefgeht

Viele Teams rechnen zu positiv, planen zu wenig erste Kontakte ein oder werfen unterschiedliche Zielgruppen in einen Topf. Dadurch wirkt das Aufsetzen einer Recruiting-Kampagne anfangs machbar, während der Zustrom später deutlich enttäuscht. Arbeiten Sie deshalb immer pro Zielgruppe oder Stellencluster. Das gibt ein deutlich ehrlicheres Bild der Machbarkeit und kommt Ihrer Planung zugute.

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Schritt 2 im Stufenplan der Recruiting-Kampagne: Zielgruppe bestimmen und den Pool einschätzen

Nach dem Zurückrechnen folgt die Frage, ob die Zielgruppe groß genug ist. Die Zielgruppe für Ihre Personalgewinnung zu bestimmen bedeutet, dass Sie weiter schauen als nur auf Stellentitel. Achten Sie auch auf Erfahrung, Fähigkeiten, die Region, Sprache, Reisezeit, Vertragsformen und Gehaltsspielraum. Dadurch sehen Sie schneller, ob eine Stelle ausreichend liefert oder ob Sie die direkte Ansprache von Kandidaten als feste Route in Ihre Herangehensweise aufnehmen müssen.

Die Zielgruppe für die Personalgewinnung bestimmen

Beginnen Sie mit dem minimalen Profil, um in der Rolle gut funktionieren zu können. Trennen Sie harte Anforderungen von den Pluspunkten. Fügen Sie danach praktische Bedingungen hinzu, wie Standort, Arbeitsrhythmus und die Vertragsart. Damit verhindern Sie, dass Sie unnötig streng suchen. Das ist wichtig, weil eine zu enge Zielgruppe die Kampagne sofort verzögert.

Teilen Sie die Zielgruppe in Segmente ein

Teilen Sie den Markt in aktiv Suchende, Menschen, die offen für einen Wechsel sind, und schwer erreichbare Kandidaten ein. Aktiv Suchende reagieren schneller auf eine Stelle, während latent Suchende eher auf eine gute, persönliche Nachricht eingehen. Schwer erreichbare Zielgruppen verlangen mehr Zeit, einen stärkeren Grund zu reagieren und eine straffe Nachverfolgung. Durch Segmentierung können Sie die Kampagne deutlich realistischer planen.

Nutzen Sie LinkedIn als erste Kontrolle

Eine erste Suchanfrage auf LinkedIn gibt oft schnell ein Bild von der Größe des Pools. Sie sehen sofort, ob die Zielgruppe breit oder gerade sehr klein ist. Außerdem können Sie testen, welche Anforderungen wirklich notwendig sind. Für Teams, die dies schneller verfeinern möchten, kann die Kandidatensuche in normaler Sprache enorm helfen. Sie können Suchanfragen dann nämlich viel einfacher auf Rolle, Erfahrung und Region schärfen.

Was Knappheit an Ihrer Herangehensweise ändert

Bei einem kleinen Pool brauchen Sie in der Regel mehr erste Kontakte, dauert die Durchlaufzeit länger, und eine stärkere Geschichte über die Rolle ist entscheidend. Nur eine Stelle online zu stellen, reicht dann oft nicht aus. In diesem Fall wird die direkte Ansprache von Kandidaten ein wesentlicher Bestandteil Ihrer Route. Dadurch passt Ihre Herangehensweise deutlich besser dazu, wie Sie diese Zielgruppe tatsächlich erreichen.

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So funktioniert es
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Schritt 3: Wählen Sie Ihre Route, Botschaft und Ihren Beweis

Sobald Sie wissen, wie viele Einstellungen nötig sind und wie groß der Pool ist, wählen Sie die richtige Route. Das kann eine Stellenanzeige sein, ein Empfehlungsansatz, organische Reichweite, Anzeigen oder eine gezielte Ansprache über LinkedIn. Der Stufenplan für eine Recruiting-Kampagne funktioniert erst gut, wenn Sie pro Route klarmachen, was diese genau liefern muss. So verhindern Sie, dass Sie Kanäle einsetzen, ohne dass sie eine klare Rolle im Prozess haben.

Welche Route passt zu welchem Ziel?

Eine Stellenanzeige fängt vor allem die Nachfrage von Menschen auf, die bereits aktiv suchen. Ein Empfehlungsansatz hilft enorm, wenn Mitarbeitende ein relevantes Netzwerk haben. Mit organischer Reichweite bauen Sie an Vertrauen und Sichtbarkeit. Anzeigen können für zusätzliche Reichweite sorgen, sofern die Zielgruppe dort aktiv ist. Eine gezielte Ansprache hilft gerade bei Kandidaten, die sich nicht von selbst bewerben, aber durchaus offen für ein gutes Gespräch sind.

Eine Stellenanzeige fängt Nachfrage auf, aktives Suchen vergrößert Ihre Reichweite

Dieser Unterschied ist beim Aufsetzen einer Recruiting-Kampagne sehr wichtig. Bei einer Stellenanzeige warten Sie, bis Kandidaten reagieren. Aktives Suchen geht dagegen von der Initiative des Recruitings aus. Sie wählen selbst Kandidaten aus, beurteilen die Passung und sprechen sie anschließend gezielt an. Dadurch erreichen Sie auch latent Suchende, die sonst völlig außer Sicht blieben. Das ist oft dringend nötig bei knappen Rollen oder wenn Sie mehrere Stellen gleichzeitig offen haben.

Übersetzen Sie Ihre Arbeitgebergeschichte in Wechselgründe

Eine starke Botschaft knüpft an die echten Gründe an, die Kandidaten haben, um die Stelle zu wechseln. Denken Sie an bessere Führung, interessantere Arbeit, mehr Einfluss, klarere Entwicklungschancen oder eine ruhigere Art der Zusammenarbeit. Schreiben Sie dies konkret auf und vermeiden Sie leere Begriffe. Das hilft Kandidaten, deutlich schneller zu verstehen, warum die Rolle für sie relevant ist. Für größere Teams ist eine feste Linie besonders wichtig, gerade für Corporate Recruiter, die mit mehreren Hiring Managern und Stellen gleichzeitig arbeiten.

Machen Sie die Botschaft überprüfbar

Benennen Sie ganz klar, was jemand wirklich von der Arbeit, dem Team, der Zusammenarbeit, der persönlichen Entwicklung und den Bedingungen erwarten kann. Schreiben Sie auch deutlich auf, was in der ersten Phase vom Kandidaten erwartet wird. Das schafft Klarheit und vergrößert das Vertrauen. Außerdem hilft es Recruitern, während der Aufnahme und der weiteren Nachverfolgung alle dieselbe Erklärung zu geben.

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Schritt 4: Planen Sie Kapazität, Kosten und Nachverfolgung

Manchmal wirkt eine Kampagne bezahlbar, wenn Sie nur auf die Mediakosten schauen. Dennoch stecken die tatsächlichen Kosten einer Recruiting-Kampagne oft auch in Recruiter-Stunden, Tooling, Koordination und eventuellen Verzögerungen. Deshalb ist es entscheidend, vorab einzuschätzen, wie viel Zeit für das Suchen, Ansprechen, Nachverfolgen, Screenen und Planen nötig ist. Das macht sofort sichtbar, ob die gewählte Route mit dem aktuellen Team überhaupt umsetzbar ist.

Welche Kosten gehören zu einer Recruiting-Route?

Denken Sie pro Route an das Mediabudget, Softwarekosten, die investierte Zeit der Recruiter und mögliche externe Hilfe. Eine Stelle zu veröffentlichen kann auf den ersten Blick günstig wirken, aber teuer ausfallen, wenn viele irrelevante Reaktionen eingehen, die Zeit kosten. Eine direkte Ansprache kostet vorne oft mehr Zeit, kann aber letztlich deutlich effizienter sein, wenn die Qualität der Reaktionen höher liegt. Schauen Sie also immer auf die entstandenen Kosten im Verhältnis zum erzielten Ergebnis.

Schauen Sie über die Kosten pro Klick hinaus

Die Kosten pro Klick sagen recht wenig über das letztendliche Ergebnis aus. Steuern Sie deshalb lieber nach den Kosten pro relevanter Reaktion, pro Gespräch oder pro Einstellung. Das zeigt deutlich besser, welche Route in der Praxis wirklich funktioniert. Gerade wenn Sie mit einem Recruiting-Funnel arbeiten, wollen Sie genau wissen, wo Zeit und Geld verloren gehen und welche Route am besten vorhersehbar ist.

Nachverfolgung bestimmt das Tempo

Viele Kampagnen stocken, weil Reaktionen zu lange liegen bleiben oder Gespräche erst spät eingeplant werden. Dadurch sinkt die Chance auf eine positive Reaktion, und Sie verlieren das Momentum. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie von Anfang an genügend Kapazität für Rückmeldungen, Screenings und das Einplanen von Terminen freihalten. Das ist wirklich eine harte Voraussetzung für den Erfolg Ihrer Recruiting-Kampagne.

Eine LinkedIn-Ansprache praktisch umsetzen

Bei knappen Zielgruppen ist LinkedIn oft eine separate Route innerhalb der gesamten Kampagne. In der Praxis funktioniert das am besten, wenn Finden, Ansprechen und Nachverfolgen in einem effizienten Prozess zusammenkommen. Wir sehen, dass dies gut umsetzbar bleibt, solange die Nachrichten von einem eigenen Account, in menschlichem Tempo und mit Genehmigung des Recruiters versendet werden. In der Praxisstudie von Manpower lesen Sie, wie eine persönliche Ansprache und straffe Steuerung hervorragend zusammenpassen können. Bedenken Sie dabei, dass das Ergebnis dieser Fallstudie ein spezifisches Praxisergebnis ist und keine feste Norm für jede Situation.

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Schritt 5 im Stufenplan für Ihre Recruiting-Kampagne: messen und wöchentlich nachsteuern

Das Messen einer Recruiting-Kampagne hat erst dann wirklich Wert, wenn Sie wöchentlich analysieren, wo die Kampagne gut abschneidet oder gerade ins Stocken gerät. Deshalb gehört ein einfacher, fester Rhythmus zu jedem Stufenplan für eine Recruiting-Kampagne. Sie messen pro Schritt die Ergebnisse und vergleichen die verschiedenen Routen, Segmente und Stellen. So steuern Sie nach knallharten Fakten statt nach einem Bauchgefühl.

Bauen Sie einen einfachen Recruiting-Funnel

Nutzen Sie hierfür stets eine feste Reihenfolge: erreichbare Zielgruppe, angesprochene Kandidaten, Reaktionen, Gespräche, Angebote und Einstellungen. Mit diesem Recruiting-Funnel machen Sie sofort sichtbar, ob das Problem oben oder erst später im Prozess liegt. Halten Sie die Definitionen klar und einfach, und nutzen Sie sie immer auf dieselbe Weise. So liest das ganze Team dieselben Zahlen.

  • Erreichbare Zielgruppe: Wie viele Menschen passen einigermaßen zum Profil der Rolle?
  • Angesprochene Kandidaten: Wie viele Menschen haben tatsächlich eine Nachricht oder einen Kontakt erhalten?
  • Reaktionen: Wie viele Menschen antworten inhaltlich?
  • Gespräche: Wie viele Reaktionen führen letztendlich zu einem ernsthaften Gespräch?
  • Einstellungen: Wie viele Prozesse enden in einer erfolgreichen Einstellung?

Welcher Messwert gehört zu welchem Schritt?

Bei der Zielgruppe schauen Sie auf den Umfang und die Machbarkeit. Bei der Ansprache konzentrieren Sie sich auf das Volumen und die Annahmequote. Bei Reaktionen achten Sie vor allem auf die Relevanz. Bei den Gesprächen analysieren Sie den Durchfluss und die Geschwindigkeit des Prozesses. Und bei Einstellungen schauen Sie auf die Verhältnisse und die gesamte Durchlaufzeit. Für Teams, die dies wirklich straff verfolgen möchten, hilft direkter Einblick in Annahme-, Reaktions- und Funnelzahlen, die Leistung pro Route und Segment fair miteinander zu vergleichen.

Beurteilen Sie wöchentlich, wo das Problem liegt

Gehen Sie jede Woche feste Fragen durch. Ist die Zielgruppe vielleicht zu eng? Passt die Botschaft nicht gut genug? Ist der falsche Kanal gewählt? Dauert die Nachverfolgung schlicht zu lange? Oder ist Ihre Auswahl heimlich zu streng? Indem Sie diese Reihenfolge immer beibehalten, wird das Durchmessen der Recruiting-Kampagne deutlich konkreter, und Sie können viel gezielter nachsteuern.

Segmente miteinander vergleichen

Vergleichen Sie nicht nur die einzelnen Stellen, sondern legen Sie auch Segmente und Routen nebeneinander. Vielleicht funktioniert eine direkte Ansprache für eine bestimmte spezialisierte Zielgruppe deutlich besser als teure Anzeigen. Oder vielleicht sorgt eine Empfehlung für wenig Volumen, aber für erheblich stärkere Gespräche. Diese gewonnenen Erkenntnisse machen Ihre nächste Kampagne wieder ein Stück schärfer. So helfen sie enorm, wenn Sie eine neue Recruiting-Kampagne mit noch mehr Vorhersehbarkeit aufsetzen möchten.

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Kompaktes Beispiel einer Recruiting-Kampagne mit fiktiven Zahlen

Dieses Beispiel einer Recruiting-Kampagne ist rein als praktische Rechenhilfe gedacht. Die genannten Zahlen sind fiktiv und dienen nicht als Benchmark. Der echte Wert liegt in der verwendeten Methode, weil Sie damit lernen zurückzurechnen, bevor Sie tatsächlich mit der Kampagne live gehen.

Beispielsituation

Stellen Sie sich vor, Sie brauchen innerhalb von zehn Wochen drei neue Einstellungen für eine schwer erreichbare Rolle. Sie nehmen Ihre eigenen Zahlen aus früheren, vergleichbaren Prozessen zur Hand, um gut einzuschätzen, wie viele Gespräche und Reaktionen nötig sind. Dadurch können Sie vorab schon gut abschätzen, wie viele erste Kontakte wahrscheinlich erforderlich sind.

Zurückrechnen in Zahlen

  • Fiktives Rechenbeispiel: Einstellungsziel 3, Angebote 6, Gespräche 18, relevante Reaktionen 36, erste Kontakte 180.

Stellt sich der Pool danach doch als eher klein heraus, wissen Sie, dass eine einzelne Stellenanzeige wahrscheinlich zu wenig liefern wird. Sie können sich dann viel früher für eine aktive Suche, eine Empfehlung oder eine clevere Kombination dieser Routen entscheiden. Das macht das Aufsetzen Ihrer Recruiting-Kampagne deutlich weniger reaktiv und erheblich besser planbar.

Was Sie aus diesem Beispiel mitnehmen sollten

Die genauen Zahlen sind deutlich weniger wichtig als die zugrunde liegende Logik. Arbeiten Sie stets mit Ihren eigenen Konversionen, schauen Sie pro spezifischer Zielgruppe auf die Größe des Pools und verknüpfen Sie Ihre letztendliche Kanalwahl mit der Machbarkeit. So bauen Sie einen vorhersehbaren Prozess, den Sie einfach verfolgen und verbessern können.

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Checkliste, um Ihre Recruiting-Kampagne erfolgreich aufzusetzen

Nutzen Sie diese praktische Punkteliste als Arbeitsdokument kurz bevor Sie live gehen. Damit machen Sie die Schritte Ihrer Recruiting-Kampagne angenehm konkret und verhindern, dass wichtige Entscheidungen viel zu spät getroffen werden.

Ziel und Planung

  • Die gewünschte Anzahl Einstellungen ist festgelegt, und die Priorität pro Stelle ist bestimmt.
  • Das gewünschte Startdatum ist bekannt, und die Durchlaufzeit ist realistisch eingeschätzt.
  • Ein wöchentliches Aktivitätsziel ist für das Suchen, Ansprechen und Nachverfolgen von Kandidaten eingeplant.

Zielgruppe und Pool

  • Die Funktion, das Niveau, die Erfahrung und die benötigten Fähigkeiten sind klar beschrieben.
  • Harte, essenzielle Anforderungen und schöne Pluspunkte sind klar voneinander getrennt.
  • Die Region, Reisezeit und Arbeitsbedingungen sind schwarz auf weiß festgelegt.
  • Die Zielgruppe ist clever aufgeteilt in aktiv Suchende, latent Suchende und schwerer erreichbare Kandidaten.

Botschaft und Beweis

  • Die wichtigsten Wechselgründe sind pro Zielgruppensegment benannt.
  • Arbeit, Team, Erwartungen und Entwicklungsmöglichkeiten sind konkret ausgearbeitet.
  • Recruiter nutzen konsequent dieselbe Linie und denselben Tonfall in ihrer Erklärung und Nachverfolgung.

Kanal und Kosten

  • Pro Route ist glasklar, was das spezifische Ziel innerhalb des Funnels ist.
  • Es ist Zeit reserviert und eingeplant für Sourcing, Nachverfolgung und die Planung selbst.
  • Die Kosten sind sichtbar gemacht pro relevanter Reaktion, eingeplantem Gespräch und Einstellung.

Messen und nachsteuern

  • Die Funnelschritte sind festgelegt und intern eindeutig kommuniziert.
  • Es ist ein fester wöchentlicher Messmoment mit dem Team eingeplant.
  • Die Analyse ist vorbereitet auf die Zielgruppe, die Botschaft, Kanalwahl, Nachverfolgung und Auswahl.
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Häufig gestellte Fragen zum Aufsetzen einer Recruiting-Kampagne

Wie lange dauert es, eine Recruiting-Kampagne aufzusetzen?

Das hängt stark von der Rolle, der Zielgruppe und der internen Abstimmung ab. Die Vorbereitung verläuft deutlich schneller, wenn Sie frühere Konversionen kennen und bereits wissen, welche spezifische Route zu welcher Zielgruppe passt. Für knappe, schwierige Funktionen kostet die Vorbereitung logischerweise oft mehr Zeit, weil die Zielgruppe, die Botschaft und die Nachverfolgung deutlich präziser ausgearbeitet werden müssen.

Wann reicht eine Stellenanzeige allein nicht aus?

Eine einzelne Stellenanzeige reicht oft nicht aus, wenn die Zielgruppe sehr klein ist, wenig aktiv sucht oder die Konkurrenz gerade sehr hoch ist. In diesem spezifischen Fall sind gezieltes Suchen und die direkte Ansprache von Kandidaten notwendig, um dennoch ausreichend Volumen und Qualität in Ihren Funnel zu bekommen.

Welche Zahlen sollte ich wöchentlich betrachten?

Schauen Sie jede Woche kritisch auf die erreichbare Zielgruppe, die Anzahl angesprochener Kandidaten, die eingegangenen Reaktionen, die relevanten Reaktionen, die geführten Gespräche und die Anzahl der Einstellungen. Fügen Sie außerdem die Geschwindigkeit der Nachverfolgung hinzu. So sehen Sie viel schneller, wo die Kampagne eventuell stockt und welcher Schritt im Prozess direkte Aufmerksamkeit braucht.

Was ist ein gutes erstes Ziel für ein neues Team?

Beginnen Sie übersichtlich mit einer Stelle oder einer klaren Zielgruppe. Das macht es deutlich einfacher, Ihre Annahmen zu testen, den gesamten Prozess gut durchzumessen und zu lernen, welche Route die beste Rendite liefert. Danach können Sie die erfolgreiche Herangehensweise immer noch weiter ausbauen auf mehrere Stellen oder andere Teams.

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Praktisch weiter mit Ihrer eigenen Kampagne

Möchten Sie direkt loslegen? Beginnen Sie dann einfach mit einer Stelle oder einer klar abgegrenzten Zielgruppe. Legen Sie zuerst die benötigten Einstellungen und die Deadline fest, rechnen Sie anschließend sauber zurück auf die gewünschte Aktivität und wählen Sie erst danach Ihre Route. Gerade bei den etwas knapperen Rollen hilft es enorm, das Suchen, Ansprechen und Nachverfolgen als einen durchgehenden Prozess zu betrachten. Möchten Sie dies gerne an Ihrer eigenen spezifischen Situation testen, dann können Sie es mit Ihrer eigenen Zielgruppe oder Stelle ausprobieren und übersichtlich betrachten, welche Herangehensweise am logischsten zu Ihrer Planung und verfügbaren Kapazität passt.

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