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9 Min. Lesezeit

Wie oft eine Erinnerung an einen Kandidaten auf LinkedIn senden?

Wie oft senden Sie einem Kandidaten auf LinkedIn eine Erinnerung, ohne aufdringlich zu wirken? Mit Tipps zu Timing, Ton und Candidate Experience.

Recruiterin plant, wie oft sie einem Kandidaten auf LinkedIn eine Erinnerung sendet
Das Wichtigste

Die goldene Regel: maximal 3 Erinnerungen, mit steigenden Wartezeiten (3, 7, 14 Tage). Danach wird es Spam.

3Erinnerungen sind das Maximum
+27%mehr Antworten durch die 2. Erinnerung
85%hört schon nach 1 Nachricht auf
14 Tagebis zu Ihrer Break-up-Nachricht

Meistens reicht eine einzige Erinnerung an einen Kandidaten auf LinkedIn aus. In manchen Fällen können Sie nach einer Woche eine zweite Nachricht senden. Drei Nachrichten insgesamt pro Rolle sind die maximale Richtlinie. Halten Sie dabei 4 bis 7 Werktage zwischen jedem Kontaktmoment. Dieses Tempo hilft, sichtbar zu bleiben, ohne aufdringlich zu wirken. Jede Nachricht wirkt nur, wenn sie neue Informationen oder eine klare Frage enthält. Sonst wird sie schnell als Spam empfunden. In diesem Artikel erfahren Sie, wie oft Sie einem Kandidaten eine Erinnerung senden, welches Timing angenehm ist und wie Sie Nachrichten persönlich und professionell halten.

  • Senden Sie maximal zwei Erinnerungen nach Ihrer ersten Nachricht. So bleiben Sie höflich und trotzdem sichtbar.
  • Lassen Sie 4 bis 7 Werktage Abstand zwischen Nachrichten. So wirkt Ihre Nachricht nicht gehetzt.
  • Geben Sie jeder Erinnerung einen neuen Grund zu antworten. Vermeiden Sie Wiederholung.
  • Stimmen Sie Ihren Ton auf den Moment ab: freundlich, klar und ohne Druck.
  • Hören Sie mit dem Nachfassen auf, wenn nach drei Nachrichten kein einziges Signal kommt.

Was ist ein LinkedIn-Follow-up und warum funktioniert es?

Ein Follow-up ist jede neue Nachricht, die Sie senden, nachdem Sie zuvor über LinkedIn Kontakt aufgenommen, aber noch keine Antwort erhalten haben. Denken Sie an das Nachfassen nach einer InMail, nach einer Kontaktanfrage oder einer früheren Chat-Nachricht. Diese Erinnerung sorgt dafür, dass Ihre Nachricht erneut auffällt, ohne dass Sie sofort aufdringlich wirken.

Viele Kandidatinnen und Kandidaten antworten nicht sofort. Meist wegen Zeitdruck, Zweifel oder Aufschub, obwohl durchaus Interesse besteht. Eine zweite Nachricht an einen Kandidaten gibt dieser Person eine zusätzliche Chance zu antworten. Deshalb zeigt sich, dass LinkedIn-Follow-ups zu einer höheren Antwortquote und letztlich zu mehr vereinbarten Gesprächen beitragen.

Bei jedem Kontaktmoment zählt die Qualität der Nachricht. Ein freundlicher Ton, relevanter Inhalt und eine klare Frage helfen dabei. So erhöhen Sie die Antwortchance und vermeiden Irritation, was für eine gute Candidate Experience entscheidend ist.

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Wie oft eine Erinnerung an einen Kandidaten senden bei der ersten Kontaktaufnahme auf LinkedIn?

Die Faustregel lautet: maximal drei Nachrichten pro Kandidat und Vakanz. Das ist die erste Nachricht plus eine oder zwei Erinnerungen. Mehr Nachrichten können wie Spam wirken, außer Sie hatten bereits vorher Kontakt oder sehen konkrete Signale.

Dieser Ansatz hält den Prozess für Sie klar und für den Kandidaten angenehm. Sehen Sie nach der zweiten Erinnerung noch keinen Profilbesuch oder keine Reaktion, schließen Sie das Gespräch sauber ab. Das stärkt Ihre Reputation als Recruiter und lässt Raum für möglichen Kontakt in der Zukunft.

Hatten Sie mit dem Profil bereits früher Kontakt oder handelt es sich um einen schwer zu findenden Kandidaten, können Sie einen zusätzlichen Kontaktmoment einplanen. Achten Sie dann darauf, dass jede Nachricht neuen Mehrwert bietet. Legen Sie Teamabsprachen für diese Ausnahmen fest, um die Vorgehensweise konsistent zu halten.

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Erinnerungs-Timing 4 bis 7 Werktage: Wann senden Sie welche Nachricht?

Ein guter Abstand zwischen Nachrichten sind 4 bis 7 Werktage. So geben Sie dem Kandidaten Raum, Ihre erste Nachricht zu lesen und eventuell zu antworten, ohne dass Sie schon wieder im Postfach auftauchen.

Nutzen Sie einen einfachen Rhythmus von Nachrichten, auch Outreach-Cadence genannt. Das gibt Ihnen Struktur und macht es leicht, im Team dieselbe Vorgehensweise zu verfolgen:

  • Tag 0: erste Nachricht (zum Beispiel InMail oder Nachricht nach Kontaktanfrage)
  • Tag 4 bis 7: zweite Nachricht an den Kandidaten (erste Erinnerung)
  • Tag 10 bis 14: dritte Nachricht an den Kandidaten (zweite Erinnerung, optional)

Diesen Rhythmus dürfen Sie anpassen. Nimmt jemand beispielsweise schnell Ihre Kontaktanfrage an oder sieht sich Ihr Profil an, können Sie früher eine zweite Nachricht senden. Wählen Sie nur dann ein kürzeres Intervall, wenn Sie merken, dass das Profil aktiv ist, und verfolgen Sie den Rhythmus höchstens für eine Rolle gleichzeitig.

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Wie oft eine Erinnerung an einen Kandidaten senden nach InMail, Kontaktanfrage und Chat?

Nachfassen nach InMail: kurze, klare Follow-ups

Eine InMail ist meist Ihr erster Kontakt. Viele Kandidatinnen und Kandidaten lesen sie zwar, antworten aber nicht sofort. Deshalb können Sie bis zu zweimal nachfassen. Halten Sie jede Nachricht kurz und fügen Sie etwas Neues hinzu. So vermeiden Sie inhaltslose Wiederholung.

Eine gute Erinnerung enthält zum Beispiel:

  • Zusätzliches Detail über das Team oder Projekt.
  • Gezielte Nachfrage, etwa: „Sind Sie für 3 Tage hybrid verfügbar?“
  • Vorschlag: „Soll ich einen kurzen Austausch vorschlagen?“

Erfahren Sie, wie wir beim Schreiben persönlicher InMails im großen Maßstab helfen, damit Ihre Follow-ups persönlich und relevant bleiben.

Nachfassen nach Kontaktanfrage: erst Mehrwert, dann eine Erinnerung

Hat ein Kandidat Ihre Kontaktanfrage angenommen, reagiert aber nicht auf Ihre erste Nachricht, senden Sie maximal eine zusätzliche Erinnerung. Beginnen Sie mit einer persönlichen Nachricht, sobald die Kontaktanfrage angenommen wurde. Geben Sie darin Inhalt oder Kontext, zum Beispiel zu einer Überschneidung in der Erfahrung oder etwas Aktuellem im Team.

Fühlt sich die Stille danach unangenehm an? Dann lassen Sie los. Drei Nachrichten ohne jede Interaktion können schnell aufdringlich wirken. Eine gute Erinnerung reicht in diesem Szenario oft für eine angemessene, menschliche Vorgehensweise.

Nach einer ersten Reaktion oder einem Chat: persönlich, aber nicht endlos

Hat jemand Ihnen bereits einmal geschrieben oder reagiert, haben Sie etwas mehr Spielraum. Trotzdem bleibt auch hier die Grenze wichtig. Mindestens 4 Tage zwischen Nachrichten und maximal drei Kontaktmomente pro Rolle sind ein guter Ansatz.

Zeigen Sie als letzten Schritt, dass Sie die Entscheidung dem Kandidaten überlassen. Zum Beispiel:

„Kein Problem, wenn das gerade nicht passt. Melden Sie sich gerne, falls sich das in Zukunft ändert.“

So schließen Sie professionell ab, ohne Druck auszuüben.

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Wie oft eine Erinnerung an einen Kandidaten senden, ohne wie Spam zu wirken?

Der Kern des Nicht-Spammens liegt in Relevanz, Timing und Ton. Mehr als drei Nachrichten ohne jedes Lebenszeichen wecken schnell Frustration. Auch Wiederholung erzeugt ein Gefühl von Druck. Sorgen Sie dafür, dass jede Nachricht Mehrwert bietet, und wählen Sie stets eine offene, freundliche Formulierung.

Ein guter Abschluss klingt etwa so: „Völlig in Ordnung, wenn Sie kein Interesse haben. Dann schließe ich diese Nachricht sauber ab.“

Vergessen Sie nicht: Die Richtlinien von LinkedIn verlangen professionelles und zielgerichtetes Verhalten. Auch beim Datenschutz gelten Regeln. Verarbeiten Sie personenbezogene Daten sorgfältig und hören Sie auf, sobald jemand angibt, keinen Kontakt zu wünschen. Unsere Tipps zu persönlichen Follow-ups und Erinnerungen helfen Ihnen, Nachrichten relevant und konform zu halten.

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Inhalt der zweiten und dritten Nachricht: neuer Mehrwert und klarer CTA

Beim Nachfassen gehört immer etwas Neues dazu. Eine zweite Nachricht an einen Kandidaten wirkt nur, wenn sie anderen Inhalt bietet als Ihre erste InMail oder Kontaktnachricht. Denken Sie zum Beispiel an:

  • Inhalt zu einem laufenden Teamprojekt.
  • Klarstellung: „Die Rolle umfasst auch strategische Arbeit vor Ort.“
  • Gesprächsidee: „Sollen wir gegen Ende dieser Woche kurz telefonieren?“

Schließen Sie immer mit einem klaren CTA ab: einer klaren Handlung oder Frage. Zum Beispiel: „Passt es Ihnen, darüber 10 Minuten zu telefonieren?“ oder „Lassen Sie es mich wissen, falls ich Sie in einem Monat noch einmal ansprechen darf.“

Geben Sie dem Kandidaten auch einen einfachen Ausweg, etwa: „Kein Interesse? Völlig in Ordnung, dann belasse ich es dabei.“

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Wann mit dem Nachfassen aufhören und wie verabschieden Sie sich freundlich?

Haben Sie zwei Erinnerungen ohne jedes Lebenszeichen gesendet, ist es Zeit aufzuhören. Damit respektieren Sie die Ruhe des Kandidaten und bewahren einen guten Eindruck. Es gibt Ausnahmen, etwa bei früherem Kontakt oder einem seltenen Profil. Dennoch sind drei Kontaktmomente pro Rolle der sichere Standard.

So können Sie die letzte Nachricht formulieren:

„Da ich nichts von Ihnen gehört habe, schließe ich den Kontakt für jetzt ab. Sollte es später passen, höre ich das natürlich gerne. Für jetzt alles Gute.“

So bleiben Inhouse-Recruiter, die konsistent und freundlich kommunizieren möchten, ihrer Marke treu und wahren zugleich professionelle Distanz, wenn nötig.

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Wie oft eine Erinnerung an einen Kandidaten senden innerhalb einer Team-Cadence?

Eine Outreach-Cadence ist ein fester Rhythmus, wann Sie Nachrichten senden und wie viele Nachrichten Sie maximal pro Person versenden. Innerhalb von Teams sorgt das für Klarheit und weniger überlappende Aktionen.

Ein bewährtes Schema:

  • Tag 0: erste Nachricht (persönlich, kurz)
  • Tag 4 bis 7: Erinnerung mit zusätzlichem Kontext und ruhigem CTA
  • Tag 10 bis 14: abschließende dritte Nachricht an den Kandidaten, falls noch relevant

Legen Sie Teamabsprachen zu Ton, Zeitpunkt und Ausnahmen fest. Protokollieren Sie, wer bereits Kontakt hatte, vor allem wenn Sie sich einen Seat teilen. So verhindern Sie, dass Kandidatinnen und Kandidaten von mehreren Kolleginnen und Kollegen angesprochen werden oder innerhalb weniger Tage dieselbe Vakanz erneut sehen.

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Wie Elvatix bei persönlichen Follow-ups hilft (ohne die Kontrolle zu verlieren)

Viele Recruiterinnen und Recruiter vergessen Follow-ups oder zögern beim richtigen Moment. Deshalb unterstützen wir Recruiter beim Schreiben von Nachfass-Nachrichten. Unser Copilot arbeitet innerhalb von LinkedIn Recruiter und macht Vorschläge auf Basis von Nutzersignalen, Profilinhalt und dem Zeitpunkt in der Outreach-Cadence.

Der Recruiter entscheidet selbst, ob und wann er eine Erinnerung sendet. Das Tool unterstützt nur mit Textvorschlägen, die immer zuerst bearbeitet werden können. So behalten Sie die Kontrolle über Ton und Timing, sparen aber Zeit.

Sehen Sie sich dieses Praxisbeispiel für Zeitersparnis mit personalisierten Erinnerungen an, wenn Sie sehen möchten, wie Teams damit schneller bessere Nachrichten senden und ihre Cadences besser einhalten.

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Häufig gestellte Fragen zu Erinnerungen an Kandidaten auf LinkedIn

Reicht eine Erinnerung an einen Kandidaten aus?

Oft ja. Eine Erinnerung nach der ersten Nachricht reicht meist aus, um jemanden noch einmal nachdenken zu lassen. Mehr als zwei Erinnerungen wirken oft übertrieben, außer es gab bereits vorher Kontakt.

Wie viele Tage warte ich zwischen erster Nachricht und Erinnerung?

Am besten warten Sie 4 bis 7 Werktage. Dieser Zeitraum passt zu den LinkedIn-Postfachzyklen von Kandidatinnen und Kandidaten und verhindert, dass Sie zu schnell erneut auftauchen.

Darf ich denselben Kandidaten noch einmal für eine andere Rolle ansprechen?

Das dürfen Sie auf jeden Fall. Solange es um eine andere Funktion mit einem anderen Profil geht, können Sie ruhig erneut Kontakt aufnehmen. Warten Sie ausreichend lange und erklären Sie deutlich, warum diese Rolle besser passt.

Was, wenn ein Kandidat nach meiner letzten Erinnerung doch noch reagiert?

Seien Sie freundlich und neutral. Bedanken Sie sich für die Reaktion, erklären Sie den Status der Rolle und bieten Sie gegebenenfalls einen neuen Kontaktmoment an, falls der Prozess noch läuft.

Möchten Sie Ihre Vorgehensweise verbessern oder gemeinsam auf eine Team-Cadence schauen? Vereinbaren Sie eine kurze Demo, um Ihre Follow-up-Vorgehensweise zu verbessern.

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