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16 Min. Lesezeit

Employer Branding messen mit 6 Signalen, von Reichweite bis Bindung

Erfahren Sie, wie Sie Employer Branding messen mit 6 KPIs zu Reaktionen, Bewerbungen, Angebotsannahme, eNPS und Mitarbeiterbindung im Recruiting.

Recruiting-Team beim Employer Branding messen mit Kennzahlen-Dashboard
Das Wichtigste

Konzentrieren Sie sich auf messbares Verhalten im Recruiting-Funnel statt nur auf Reichweite, um die tatsächliche Wirkung Ihrer Arbeitgebermarke zu bestimmen. Nutzen Sie konkrete KPI-Formeln für Signale wie die Annahmequote von Kontaktanfragen, um Bekanntheit und Vertrauen nüchtern zu analysieren.

Verhalten messenFokus auf Aktionen wie Kontaktanfragen und Bewerbungen statt auf Reichweite
4 SegmenteSplitten Sie Ergebnisse immer nach Funktionsgruppe, Region, Senioritätsstufe und Kanal
NullmessungHalten Sie das aktuelle Niveau der letzten drei oder sechs Monate fest
6 SignaleNutzen Sie spezifische KPI-Formeln vom Erstkontakt bis zur Bindung

Employer Branding messen funktioniert am besten, wenn Sie auf Verhalten innerhalb Ihres Recruiting-Prozesses schauen. Reichweite, Views und Follower zeigen zwar, ob Sie sichtbar sind, beweisen aber nicht, dass Kandidaten tatsächlich reagieren, sich bewerben oder ein Angebot annehmen wollen. Deshalb ist es klüger zu messen, was Menschen wirklich tun. Denken Sie an das Annehmen von Kontaktanfragen, das Antworten auf Nachrichten, das Einreichen einer passenden Bewerbung, das Unterschreiben eines Vertrags und das Bleiben bei Ihrer Organisation. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche sechs Signale brauchbar sind, wie Sie sie messen und wie Sie die Ergebnisse nüchtern interpretieren.

  • Schauen Sie über reine Reichweite hinaus und messen Sie Verhalten, das näher an einer tatsächlichen Einstellung liegt.
  • Nutzen Sie pro Signal eine klare KPI, Formel, Datenquelle und Messperiode.
  • Splitten Sie die Zahlen stets nach Funktionsgruppe, Region, Seniorität und Kanal auf.
  • Betrachten Sie die Ergebnisse in ihrem Kontext; ein Anstieg kann nämlich auch aus einer verbesserten Botschaft, einem reibungsloseren Prozess oder einem besseren Angebot entstehen.

Warum Employer Branding messen mehr umfasst als Reichweite und Views

Was Reichweite aussagt und was nicht

Zahlen rund um Reichweite, Impressionen, Views und Follower bleiben nützlich. Sie zeigen, ob Ihr Content gesehen wird und ob Sie im Markt sichtbar sind. Das ist vor allem relevant für Employer Branding auf LinkedIn, da Sichtbarkeit dort oft mit direktem Kontakt zusammenfällt. Dennoch sagen diese Zahlen wenig über die tatsächliche Präferenz eines Kandidaten aus. Jemand kann einen Beitrag sehen, Ihren Namen erkennen und trotzdem nichts weiter unternehmen. Deshalb sind Reichweitenzahlen vor allem ein Signal am oberen Ende des Funnels und bilden noch keinen harten Beweis für konkrete Employer-Branding-Ergebnisse.

Warum Verhalten im Funnel ein stärkeres Signal ist

Wer Employer Branding messen ernsthaft angeht, schaut auf Verhalten, das näher am letztendlichen Recruiting-Ergebnis liegt. Denken Sie an die Annahmequote von Kontaktanfragen, die Resonanz auf Kaltakquise-Nachrichten, die Anzahl passender Bewerbungen, die Offer Acceptance Rate, das Messen der eNPS und die Fluktuation im ersten Jahr. Diese Signale zeigen, ob das Vertrauen wächst und ob Kandidaten bereit sind, einen nächsten Schritt zu gehen. Dadurch können Sie die Arbeitgebermarke auf eine Weise messen, die deutlich besser zur täglichen Praxis Ihrer Teams passt.

Arbeiten Sie mit einer Nullmessung pro Monat oder Quartal

Beginnen Sie stets mit einer Nullmessung. Schauen Sie beispielsweise auf die vergangenen drei oder sechs Monate und halten Sie Ihr aktuelles Niveau fest. Splitten Sie die Daten danach nach Funktionsgruppe, Region, Seniorität und Kanal auf. Das ist wichtig, weil kleine Fallzahlen schnell schwanken können. Formulieren Sie vorab außerdem stets eine Erwartung oder Hypothese. So können Sie später deutlich besser beurteilen, ob eine Veränderung tatsächlich mit Ihrer Marke, Ihrer Botschaft oder gerade mit einer veränderten Zielgruppenwahl zusammenhängt.

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Employer Branding messen über Signal 1: Annahme von Kontaktanfragen

Was Sie genau messen

Die Annahmequote von Kontaktanfragen ist ein frühes Signal für Wiedererkennung und Vertrauen. Sie messen damit, wie viele Menschen Ihre Einladung annehmen, nachdem sie Ihren Namen, Ihre Funktion und Ihren Firmennamen gesehen haben. Das macht dies zu einer sehr brauchbaren Employer-Branding-KPI für Teams, die aktiv sourcen oder Beziehungen über LinkedIn aufbauen.

Formel

Die Anzahl angenommener Kontaktanfragen geteilt durch die Gesamtzahl versendeter Kontaktanfragen, multipliziert mit 100.

Periode und Quelle

Messen Sie diese KPI wöchentlich und bewerten Sie den breiteren Trend pro Monat oder Quartal. Die Quelle ist in den meisten Fällen LinkedIn oder ein spezifisches Outreach-Tool. Achten Sie darauf, stets dieselben Auswahlkriterien für Ihre Zielgruppe zu verwenden; sonst sind die Ergebnisse kaum miteinander vergleichbar.

Was ein Anstieg bedeuten kann

Ein steigender Wert kann auf eine gestiegene Markenbekanntheit und mehr Vertrauen hindeuten. Die Ursache kann jedoch auch in einem verbesserten Recruiter-Profil, einer klareren Einladung oder einer schärferen Auswahl Ihrer Zielgruppe liegen. Deshalb betrachten wir dieses Signal vor allem als Thermometer. Es gibt schnell Richtung vor, erzählt aber noch nicht sofort die ganze Geschichte.

Wann dieses Signal irreführend sein kann

Der Wert verändert sich häufig mit Faktoren wie Knappheit, Region und Seniorität. Eine Zielgruppe mit vielen latent Suchenden reagiert beispielsweise ganz anders als eine Zielgruppe, die täglich mit Nachrichten überflutet wird. Ziehen Sie deshalb keine allzu breiten Schlüsse aus dieser einen Zahl. Sie zeigt Ihnen vor allem, ob der erste Kontakt besser oder gerade schlechter ankommt.

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Employer Branding messen über die Resonanz auf Kaltakquise-Nachrichten

Was Sie messen

Bei der Resonanz auf Kaltakquise-Nachrichten schauen Sie auf den Prozentsatz der Kandidaten, die tatsächlich auf eine persönliche Nachricht antworten. Das sagt viel über Relevanz, Timing und Vertrauen aus. Für Teams, die für Corporate Recruiter arbeiten, ist dies ein entscheidender Messpunkt, da jede Nachricht Einfluss auf die gesamte Candidate Experience und die Tonalität der Marke hat.

Formel

Die Anzahl der Antworten geteilt durch die Gesamtzahl versendeter Nachrichten, multipliziert mit 100.

Zusätzliche Ebene: positive Resonanz und Geschwindigkeit

Eine allgemeine Antwortquote ist ein guter Startpunkt, aber oft etwas oberflächlich. Schauen Sie deshalb auch gezielt auf positive Reaktionen, etwa Kandidaten, die offen für ein Gespräch sind, um mehr Informationen bitten oder sich die Stelle ansehen. Messen Sie außerdem, wie schnell jemand antwortet. Eine kürzere Antwortzeit deutet oft darauf hin, dass die Botschaft gut passt. Schauen Sie anschließend, wie viele tatsächliche Gespräche aus diesen Reaktionen entstehen, denn das liegt deutlich näher an einem konkreten Recruiting-Ergebnis.

Periode und Quelle

Diese Daten sind meist täglich über Ihren Posteingang, Ihr CRM, Ihr Sourcing-Tool oder Ihr ATS verfügbar. Das macht es zu einem schnellen und besonders praktischen Signal. Bewerten Sie die Zahlen jedoch auf Monatsbasis; so sammeln Sie ausreichend Volumen, um Muster zu erkennen, und einzelne Ausreißer fallen weniger stark ins Gewicht.

Der Unterschied zwischen einer starken Marke und einer starken Botschaft

Eine höhere Resonanz kann die direkte Folge einer stärkeren Arbeitgebermarke sein. Sie kann jedoch auch aus einem besseren Einstiegssatz, einer relevanteren Positionierung oder schlicht einem Recruiter entstehen, der hervorragend personalisiert. Genau deshalb ist Segmentierung notwendig. Splitten Sie Ihre Zahlen nach Recruiter, Zielgruppe, Region und Kampagne auf. So können Sie Employer Branding messbar machen, ohne anzunehmen, dass jeder Anstieg automatisch aus Markenaufbau entsteht.

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So funktioniert es
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Employer Branding messen im Schritt zu passenden Bewerbungen

Was Sie messen

Bei passenden Bewerbungen dreht sich alles um die Qualität des Zustroms. Viele eingehende Bewerbungen klingen positiv, doch ein hohes Volumen ohne die richtige Passung kostet vor allem zusätzliche Zeit und sorgt für Reibung. Dieser Schritt zeigt deutlich, ob Ihr Markenversprechen und Ihre Zielgruppe tatsächlich gut zueinanderpassen. Deshalb ist dies der ideale Moment, um das Messen Ihrer Arbeitgebermarke mit der täglichen Auswahlpraxis zu verknüpfen.

Mögliche Formel

Die Anzahl passender Bewerbungen geteilt durch die Gesamtzahl der Bewerbungen, multipliziert mit 100.

Periode und Quelle

Messen Sie dies pro Stelle und bewerten Sie den Trend pro Monat oder Quartal, sofern Sie ausreichend Volumen haben. Die Quelle ist meistens das ATS. Sprechen Sie vorab klar miteinander ab, was „passend" genau bedeutet. Denken Sie hierbei an relevante Erfahrung, Standort, Seniorität oder spezifische Fähigkeiten. Ohne eine feste Definition ist Vergleichen nämlich unzuverlässig.

Segmentierung nach Funktionsgruppe, Region, Seniorität und Kanal

Diese KPI wird deutlich wertvoller, wenn Sie die Daten nach Zielgruppe und Kanal aufsplitten. Eine Recruiting-Kampagne für Operations liefert oft ein ganz anderes Bild als eine Kampagne für Vertrieb oder IT. Auch die Region und das erforderliche Erfahrungsniveau spielen eine Rolle. Deshalb ist dieser Schritt so wichtig für Teams, die Employer Branding mit vorhandenen Daten messbar machen wollen, ohne direkt eine groß angelegte Untersuchung aufzusetzen.

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Employer Branding messen über Angebotsannahme und die Offer Acceptance Rate

Was Sie messen

Die Offer Acceptance Rate zeigt, welcher Prozentsatz der Kandidaten ein Angebot tatsächlich annimmt. Das ist eine starke KPI, weil die Kandidaten zu diesem Zeitpunkt bereits viele Informationen über die Funktion, das Team, die Führungskraft und die Organisation als Ganzes gesammelt haben. Die Arbeitgebergeschichte wird in dieser Phase also ernsthaft auf die Probe gestellt.

Formel

Die Anzahl angenommener Angebote geteilt durch die Gesamtzahl unterbreiteter Angebote, multipliziert mit 100.

Periode und Quelle

Messen Sie dies pro Quartal oder Halbjahr, abhängig von den Fallzahlen. Die Quelle hierfür ist meist Ihr ATS oder HR-System. Halten Sie zudem stets den Grund einer eventuellen Ablehnung fest. Eine kurze Notiz bei einem abgelehnten Angebot hilft Ihnen enorm, zugrunde liegende Muster besser zu erkennen.

Was das über Ihre Employer-Branding-Ergebnisse aussagt

Eine hohe Annahmequote kann auf Vertrauen, Klarheit und eine glaubwürdige Geschichte hindeuten. Dennoch spielen hier mehr Faktoren mit als ausschließlich Ihre Arbeitgebermarke. Auch die Arbeitsbedingungen, die Geschwindigkeit des Prozesses, die Qualität der Gespräche und das Auftreten des Hiring Managers haben Einfluss. Wir betrachten diese KPI deshalb immer im Zusammenhang mit früheren Signalen. Sind die Annahme von Kontaktanfragen und die Reaktionen positiv, bleibt aber die letztendliche Angebotsannahme zurück, dann liegt der Engpass höchstwahrscheinlich später im Funnel.

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Die eNPS als internes Signal Ihrer Arbeitgebermarke

Was das Messen der eNPS wirklich zeigt

Die eNPS zu messen bedeutet, Ihre Mitarbeitenden zu fragen, inwieweit sie die Organisation als Arbeitgeber anderen empfehlen würden. eNPS steht für Employee Net Promoter Score. Das ist ein starkes internes Signal für die Empfehlungsbereitschaft und gibt einen klaren Hinweis darauf, wie Menschen die Organisation erleben. Das ist ungeheuer wertvoll, da die eigenen Mitarbeitenden oft die glaubwürdigste Quelle für Ihre Arbeitgebermarke sind.

Was die eNPS nicht beweist

Die eNPS ist zweifellos nützlich, aber sie ist kein wasserdichter Beweis dafür, dass auch Ihre externe Marke gut performt. Mitarbeitende können sehr positiv sein, während potenzielle Kandidaten wegen einer zu langsamen Nachverfolgung oder mittelmäßiger Outreach abspringen. Auch das Umgekehrte kommt vor. Nutzen Sie die eNPS deshalb ausschließlich als wertvolle Ergänzung zu Ihren Funnel-Daten und nicht als alleinigen Maßstab.

Periode und Quelle

Messen Sie die eNPS pro Quartal, Halbjahr oder Jahr. Die Datenquelle hierfür ist meist eine umfassende Mitarbeiterbefragung oder eine kürzere Pulse Survey. Schauen Sie hierbei auch gezielt auf die Unterschiede pro Team, Standort und Funktionsgruppe, damit ein allgemeiner Durchschnitt keine lokalen Probleme verschleiert.

Wie Sie dies mit dem Messen Ihrer externen Arbeitgebermarke verknüpfen

Sinkt die eNPS und steigt die Fluktuation im ersten Jahr, kann das auf eine erhebliche Kluft zwischen dem externen Versprechen und der täglichen Realität hindeuten. Bleibt die eNPS jedoch stabil, während die Resonanz auf Outreach sinkt, liegt das Problem höchstwahrscheinlich eher im Kanal, im Timing oder in der Botschaft. Gerade durch die Kombination dieser Datenpunkte können Sie eine Arbeitgebermarke mit deutlich mehr Nuance und erheblich weniger Annahmen messen.

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Fluktuation im ersten Jahr als Kontrolle für den langfristigen Erfolg

Was Sie messen

Die Fluktuation im ersten Jahr zeigt, wie viele neue Mitarbeitende innerhalb von zwölf Monaten nach ihrem Start bereits wieder gehen. Dieses Signal kommt naturgemäß erst später im Prozess, ist deshalb aber nicht weniger wichtig. Es macht nämlich schmerzlich sichtbar, ob die während der Recruiting-Phase geweckten Erwartungen tatsächlich mit der Arbeitserfahrung in der Praxis übereinstimmen.

Formel

Die Anzahl der Mitarbeitenden aus einer bestimmten Einstellungsgruppe, die innerhalb von 12 Monaten gehen, geteilt durch die Gesamtzahl der Einstellungen innerhalb derselben Gruppe, multipliziert mit 100.

Periode und Quelle

Messen Sie dies pro Kohorte, also pro Gruppe von Mitarbeitenden, die im selben Zeitraum gestartet ist. Die logische Quelle hierfür ist das HR-System. Fügen Sie hier stets den nötigen Kontext hinzu, etwa das Team, die direkte Führungskraft, den Grund des Weggangs, die Funktionsgruppe und den Einstellungskanal. Damit verhindern Sie, dass zu schnell zu breite Schlüsse gezogen werden.

Warum dies eine langsame, aber besonders starke Kontrolle ist

Diese Zahl erfordert etwas Geduld, ist aber gerade deshalb enorm wertvoll. Sie sehen damit, ob Ihr externes Versprechen langfristig tatsächlich hält. Eine hohe Fluktuation im ersten Jahr kann nämlich mit Employer Branding zu tun haben, aber auch mit dem Onboarding, der Qualität der Führung, dem tatsächlichen Rolleninhalt oder den Arbeitsbedingungen. Diese KPI sagt also ungeheuer viel aus, aber ausschließlich, wenn Sie den vollständigen Kontext sorgfältig mitwägen.

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So machen Sie Employer Branding in einem Dashboard messbar

Die fünf Phasen: Bekanntheit, Kontakt, Bewerbung, Angebot und Bindung

Ein praktisches und übersichtliches Modell folgt dem gesamten Funnel: von der ersten Sichtbarkeit bis zur Bindung. In der Phase „Bekanntheit" schauen Sie vor allem auf Sichtbarkeit und Reichweite. In der Phase „Kontakt" legen Sie den Fokus auf die Annahme von Kontaktanfragen und die Resonanz auf Nachrichten. Im Schritt „Bewerbung" bewerten Sie die Qualität des passenden Zustroms. Sobald Sie bei der Phase „Angebot" ankommen, schauen Sie logischerweise auf die Annahmequote unterbreiteter Angebote. Zum Schluss messen Sie in der Phase „Bindung" die Fluktuation im ersten Jahr und die eNPS. In einem Employer-Branding-Dashboard können Sie all diese Zahlen übersichtlich zusammenführen. So stellen Sie sicher, dass Recruiting und Marketing fortlaufend auf dieselbe, stimmige Geschichte schauen.

Welche Signale täglich, monatlich und pro Quartal einsehbar sind

Die Annahme von Kontaktanfragen und die Reaktionen auf Nachrichten können Sie oft täglich einsehen. Die Anzahl passender Bewerbungen bewerten Sie meist pro Monat oder sogar pro spezifischer Stelle. Die Offer Acceptance Rate eignet sich im Allgemeinen besser für eine Bewertung pro Quartal, während die eNPS und Retentionsdaten noch mehr Zeit benötigen. Sprechen Sie diesen Rhythmus vorab gut miteinander ab; sonst laufen Teams Gefahr, viel zu schnell auf Zahlen zu reagieren, die zu diesem Zeitpunkt noch zu begrenzt oder zu frisch sind.

Wie Sie kleine Fallzahlen und Schwankungen interpretieren

Bei niedrigen Fallzahlen kann bereits eine Ablehnung oder eine zusätzliche Reaktion den letztendlichen Prozentsatz erheblich verschieben. Schauen Sie deshalb immer auf Trends über einen längeren Zeitraum statt auf isolierte Datenpunkte. Fügen Sie Ihren Berichten außerdem Notizen hinzu, etwa über den Start eines neuen Recruiters, den Einsatz einer angepassten Botschaft oder die Erschließung einer neuen Zielgruppe. Damit machen Sie die Dateninterpretation deutlich robuster und verhindern, dass einzelne, schwankende Zahlen unnötige interne Unruhe verursachen.

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Praxis: Outreach ist auch eine Form von Markenkontakt

Warum der richtige Ton und Relevanz eine messbare Wirkung haben

Jede persönliche Ansprache ist ein direkter Markenkontakt. Eine sehr allgemeine Nachricht wirkt schnell distanziert, während eine ehrliche und relevante Nachricht deutlich glaubwürdiger wirkt. Deshalb betrachten wir Technologie ausschließlich als nützliche Unterstützung für den Recruiter. Der Recruiter selbst bleibt zu jeder Zeit verantwortlich für die richtige Tonalität, die Kandidatenwahl und die sorgfältige Nachverfolgung. Möchten Sie besser verstehen, wie wir das sehen? Lesen Sie dann mehr über uns und unsere spezifische Arbeitsweise.

Warum eine konsistente Outreach beim Aufbau von Vertrauen hilft

Kandidaten haben oft mit mehreren Kontaktmomenten in relativ kurzer Zeit zu tun. Sie sehen einen Recruiter vorbeikommen, erkennen einen Namen, lesen eine Nachricht, sehen sich eine Stelle an und entdecken manchmal auch noch einen Beitrag eines Mitarbeitenden. Fühlt sich diese gesamte Linie logisch und wiedererkennbar an, wächst ihr Vertrauen deutlich schneller. Hakt dieselbe Linie jedoch, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer inhaltlichen Reaktion oder eines Gesprächs sofort. Genau deshalb gehört Outreach unbedingt in ein ernsthaftes Messmodell für Employer Branding.

Ein Beispiel aus der Praxis

In der Fallstudie von Vibe Group sehen Sie anschaulich, wie Outreach, Teamnutzung und die tatsächliche Resonanz in der Praxis gut zusammenkommen. Ein solcher ausgearbeiteter Fall ist vor allem als Kontext enorm nützlich. Er zeigt eindrucksvoll, wie messbare Kontaktdaten Teams in die Lage versetzen, Reaktionen, die empfundene Arbeitsbelastung und die Qualität des Zustroms besser zu überwachen. Er stellt selbstverständlich keine Garantie oder universelle Zusage für jede beliebige Organisation dar, ist aber absolut ein brauchbares und inspirierendes Beispiel dafür, wie Sie Daten praktisch einsetzen.

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Eine Messkarte für Ihr Team

Die wichtigsten Spalten für die Messkarte

Eine einfache und übersichtliche Messkarte hilft der Praxis oft deutlich mehr als ein unnötig großes und komplexes Modell. Halten Sie einfach pro Signal Folgendes fest: die KPI, die Formel, den Verantwortlichen, die Datenquelle, die Messfrequenz, das Segment, die gewünschte Entwicklung und eventuelle Notizen oder Hypothesen. Damit machen Sie Verantwortlichkeiten direkt sichtbar und verhindern, dass einzelne Zahlen ohne den richtigen Kontext oder die richtige Erklärung kursieren.

  • Signal: Kontaktannahme, Nachrichtenresonanz, die Anzahl passender Bewerbungen, die Angebotsannahme, die eNPS oder die Fluktuation im ersten Jahr.
  • Verantwortlich: der Recruiter, Recruiting-Manager, Employer-Branding-Spezialist oder die HR-Abteilung.
  • Frequenz: täglich, monatlich, pro Quartal oder speziell pro Kohorte.
  • Segment: die Funktionsgruppe, Region, Seniorität und der genutzte Kanal.
  • Notiz: die vermutete Ursache eines Trends, eine eventuelle Änderung im Prozess oder Details zu einer angepassten Kampagne.

Ein Beispiel einer ersten Ausfüllung

Beim Messen der Kontaktannahme legen Sie klar fest, welche Zielgruppe Sie genau ansprechen, welcher Recruiter dafür verantwortlich ist und was die genaue Quelle ist. Bei der Resonanz auf Nachrichten notieren Sie sorgfältig, ob Sie auf die Gesamtantwortquote, die Menge positiver Resonanz oder gerade die Geschwindigkeit der eingegangenen Antworten schauen. Bei der Angebotsannahme fügen Sie standardmäßig den registrierten Ablehnungsgrund hinzu. So entsteht eine übersichtliche, praktikable Struktur, mit der das Team rasend schnell lernen und nachsteuern kann. Möchten Sie diese Theorie erfolgreich in eine konkrete Messmethode für Ihr Team übersetzen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, damit wir gemeinsam bestimmen können, welcher Rhythmus und welches spezifische KPI-Set am sinnvollsten ist.

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Häufig gestellte Fragen zum Messen von Employer Branding

Welche Employer-Branding-KPI ist am schnellsten nutzbar?

Die am schnellsten nutzbaren KPIs sind in der Regel die Annahmequote von Kontaktanfragen und die Resonanz auf versendete Nachrichten. Diese spezifischen Daten sind nämlich praktisch sofort verfügbar. Sie geben Ihnen sehr schnell Richtung, sind aber vor allem frühe Signale im Prozess. Um tatsächlich zu sehen, ob dieses anfängliche Interesse auch zu Gesprächen, konkreten Bewerbungen und letztendlich Einstellungen führt, brauchen Sie unbedingt die Daten aus späteren Schritten.

Wie können Sie Employer Branding messbar machen ohne groß angelegte Untersuchung?

Beginnen Sie niedrigschwellig mit Daten, die bereits in Ihrem aktuellen Prozess verankert sind. Schauen Sie genau auf die Anzahl geknüpfter Kontakte, die Antworten auf Ihre Outreach, die eingehenden passenden Bewerbungen, die Angebotsannahme, die eNPS und natürlich die Mitarbeiterbindung. Legen Sie anschließend pro KPI die genaue Formel, die Quelle und die Messfrequenz fest. Vergleichen Sie diese Zahlen danach konsequent mit Ihrer eigenen ursprünglichen Nullmessung pro Monat oder pro Quartal. Auf diese relativ einfache Weise können Sie Employer Branding messbar machen, ohne dass Sie direkt ein zeitaufwendiges und groß angelegtes Forschungsprojekt starten müssen.

Reicht die eNPS aus, um Ihre Arbeitgebermarke zu messen?

Nein, das ist nicht der Fall. Die eNPS ist sicher nützlich, weil sie perfekt zeigt, ob Mitarbeitende Ihre Organisation anderen empfehlen würden. Sie sagt Ihnen jedoch deutlich weniger darüber, wie externe Kandidaten Ihre Nachrichten erleben, wie neue Stellen im Markt ankommen oder warum bestimmte Angebote in einem späten Stadium doch abgelehnt werden. Nutzen Sie dieses Signal deshalb immer in Kombination mit harten Recruiting-Daten aus Ihrem breiteren Funnel.

Was ist ein guter Zeitpunkt, um die Offer Acceptance Rate zu bewerten?

Das hängt vollständig von Ihrem Recruiting-Volumen ab. Machen Sie strukturell wenige Angebote? Dann liefert eine Messung pro Quartal oft ein deutlich besseres und realistischeres Bild als eine monatliche Messung. Dadurch wiegt eine einzelne Ablehnung nämlich viel weniger schwer im Gesamtbild. Schauen Sie außerdem stets genau auf den Kontext, wie die aktuelle Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, Ihre gebotenen Arbeitsbedingungen, die generelle Geschwindigkeit des Prozesses und natürlich die Qualität der geführten Gespräche.

Was tun Sie, wenn die Zahlen pro Monat stark schwanken?

Schauen Sie in diesem Fall stets auf die zugrunde liegenden Trends über mehrere Perioden und splitten Sie die gesammelten Daten sorgfältig nach Zielgruppe und Kanal auf. Fügen Sie außerdem klärende Notizen zu eventuellen Veränderungen im Team, Änderungen in der Botschaft oder Anpassungen in Ihrem Prozess hinzu. Auf diese Weise wird eine plötzliche Schwankung in den Daten deutlich besser erklärbar, und Sie verhindern, dass Sie voreilig die völlig falsche Schlussfolgerung ziehen.

Wenn Sie Ihr Employer Branding auf diese sechs klaren Signale zurückführen, wird das interne Gespräch darüber sofort deutlich konkreter. Recruiting, Marketing und die beteiligten Hiring Manager sehen dadurch viel schneller, wo das gegenseitige Vertrauen wächst und wo möglicherweise noch unerwünschte Reibung entsteht. Das versetzt Sie in die Lage, deutlich bessere Entscheidungen zu treffen. Sie arbeiten von nun an nämlich mit sichtbarem, messbarem Verhalten, statt sich ausschließlich an nackten Reichweitenzahlen am oberen Ende des Funnels zu orientieren.

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